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Konzert-Bericht
 
Fünf gute Jungs mit fünf guten Akkorden

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen

Essen, Grend
09.09.2022

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Auch wenn man derzeit das Gefühl haben kann, dass sich die Welt immer schneller dreht, ändert sich doch nicht alles. Vor genau zehn Jahren bestritt Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen eines ihrer ersten "Auswärtsspiele" im Grend in Essen und auch zum zehnjährigen Bandgeburtstag steht natürlich wieder ein Besuch im Steeler Kulturzentrum auf dem Tourneeplan. "Alleine auf Partys" heißt das aktuelles Best-of-Album, das Gastspiel im Steeler Kulturzentrum ist dagegen nichts für Einzelgänger und Sonderlinge. Ausverkauft ist das Konzert, und das gut geölte Publikum feiert das Hamburger Quintett immer wieder mit "Liga, Liga"-Sprechchören, als sei das Grend das Georg-Melches-Stadion.
Die Begeisterung ist allerdings nur zu verständlich, denn die zitatfreudige Mischung aus handverlesenen Mod-Pop-Anleihen, Northern Soul-Anklängen, Ska-Versatzstücken und DIY-Attitüde, mit der Frontmann Carsten Friedrichs auch schon bei den legendären Vorgängerbands Die Fünf Freunde und Superpunk begeistert hat, kennt einfach kein Verfallsdatum. Getreu dem Motto "Ein guter Groove ist die beste Verteidigung" ist alles erlaubt, was gut in die Beine geht, wenn die 60s-Orgel heult, der Bass grummelt, die Gitarren schrammeln und das Schlagzeug mit "einem Hammergranaten-Backbeat" (Selbsteinschätzung) antreibt, während "Ba-Ba-Ba"-Chöre dafür sorgen, dass es musikalisch eingängig, aber nicht zu kompliziert wird. "Wir sind fünf gute Jungs mit fünf Akkorden", sagt Friedrichs dann auch treffend über das Erfolgsgeheimnis der Band, und das ist nur einer von vielen Einzeilern, mit denen Friedrichs und Tim Jürgens – Bassist und verbaler Sparringspartner in Personalunion – an diesem Abend auch zwischen den Songs bestens unterhalten.
Draußen am Merch gibt es T-Shirts mit dem Slogan "Es ist nett, nett zu sein", aber auch die anderen Songs sind vollgestopft mit Zeilen, die man unbesehen auf Devotionalien jeglicher Art drucken könnte. So werden die "Ferien für immer" und "Der fünfte Four Top" besungen, in "Song für Eis-Gerd" und "Kilo Shop Mod Tip Top" den schönen Dingen des Lebens Tribut gezollt, wichtige Fragen gestellt (`Kennst Du Werner Enke?") und am Ende bei der Zugabe festgestellt "Arbeit ist ein Sechsbuchstabenwort". 80 Minuten reichen für 20 Songs - inklusive einer ungeplanten zweiten Zugabe, bei der sie einfach das erste Stück ihres Sets, "Ein Leben in Rot mit purpurnen Blitzen", noch einmal spielen - und am Ende geht niemand unglücklich (oder nüchtern) nach Hause.

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Surfempfehlung:
diegentlemen.de
www.facebook.com/DieLigaDerGewohnlichenGentlemen
www.instagram.com/dieligadergewhnlichengentlemen
Text: -Carsten Wohlfeld-
Foto: -Carsten Wohlfeld-


 
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