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Konzert-Bericht
 
Spielt doch mal Punkrock!

Joshua
Byron

Berlin, Wild At Heart
28.06.2002
Joshua
Es ist schon seltsam. In den letzten Monaten kommen immer wieder Platten heraus, die doch sehr verwundern. Alles wird ruhiger und "Quiet Is The New Loud" scheint auch auf ein Genre übergegriffen zu haben, das mit Lagerfeuerromantik und relaxtem Songwriting bis dato wenig am Hut hatte. Gemeint ist Emo, dieses vielzitierte und doch nie richtig zu fassende Schlagwort. The Promise Ring wären da ein Beispiel oder eben die New Yorker Joshua. Die hatten vor drei Jahren mit der Veröffentlichung von "A Whole New Theory" nicht nur in Szenekreisen auf sich aufmerksam gemacht. Nun, 2002, der neue Output namens "Singing To Your Subconscious", ein Album für das das Label Emo zu kurz greift. Nachdenklich, ruhig, am Song orientiert sind die neuen Stücke von Dan Coutant geworden und mehr an Built To Spill oder Pavement zu messen. Daß aber auch diese Mischung live noch genügend Schwung entwickelt, stellte die Band im Berliner Wild At Heart unter Beweis.
Den Anfang machten aber Byron, eine Band aus der Heimatstadt der Scorpions, die mächtig losrockten und mit ihrer klasse Show das Publikum anheizten. Und da die Chemie zwischen Vorband und Hauptact scheinbar stimmte, ließ es sich Dan Coutant nicht nehmen, bei einem Byron-Song auf der Bühne mitzusingen.
Joshua
Nach kurzer Umbaupause betraten dann Joshua die Bühne und begannen ein zwischen langsameren Nummern und Emo-Perlen pendelndes Set. Man hätte sich für die wunderbaren neuen Stücke wie "Hey Imagination" oder "Silent Mediator" allerdings ein etwas aufgeschlosseneres Konzertbesucher gewünscht. "Spielt doch mal Punkrock!" tönte es den Jungs von Teilen des Kreuzberger Publikums entgegen. Aber davon abgesehen zeigte sich die große Mehrheit zufrieden, was neben der Musik sicherlich auch an Dan Coutants netter und charmanter Art und Weise lag, mit dem Publikum zu kommunizieren. Nach zwei Zugaben war dann letztlich Schluß. Was bleibt, ist vielleicht die Erkenntnis, daß man mit ruhigeren Songs nicht unbedingt in einem Punkrock-Laden spielen sollte. Aber woher sollten sie das wissen?
Text: -Carsten Wilhelm-
Fotos: -Carsten Wilhelm-


 
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