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Konzert-Bericht
 
Pop-Kino

A-Ha

Hamburg, Alsterdorfer Sporthalle
29.09.2002
A-Ha
Der Pop der 80er erlebt zwar derzeit ein Revival, genießt bei Liebhabern ernstzunehmender Musik aber nicht gerade den besten Ruf. Zu viel Mist verzapften Konserven-Künstler wie Rick Astley, Bros oder Kylie Minogue. Anders A-Ha. Auch sie sind in dieser Zeit groß geworden. Doch "Take On Me", "The Living Daylights" oder "The Sun Always Shines On TV" sind anders. Echte Songs von echten Künstlern.
Das Konzert in der proppenvollen Alsterdorfer Sporthalle begannen A-Ha dann aber nicht mit einem ihrer Klassiker, sondern mit der aktuellen Single "Forever Not Yours", gefolgt von "Minor Earth, Major Sky", Titelsong ihres 2000er-Comeback-Albums. Sofort war die Stimmung auf dem Höhepunkt und sollte für über zwei Stunden auch dort bleiben. Es passte aber auch alles. Licht und Sound waren für Sporthallen-Verhältnisse überragend gut, über der Bühne hingen ein gutes Dutzend Mini-Leinwände, auf der bunte, sehr pixelige Motive und Formen (sagt sie: "Das sind Großstadtstaus und Galaxien-Entstehungen" und er glaubt das auch noch...) zu sehen waren, die Band, auf der Bühne um Bassist, Schlagzeuger, Keyboarder und Sängerin erweitert, präsentierte sich spielfreudig und einfach sympathisch und das Publikum entschied sich je nach Song für Klatschen oder Knutschen.
Auch wenn die neuen Stücken gemocht wurden, den meisten Applaus gab es natürlich für die frühen Hits. Und spätestens nach dem Dreier-Pack "Manhattan Skylines" (Magne Furuholmen: "Den Song haben wir zwar schon vor vielen Jahren geschrieben, aber seit dem 11. September hat er eine andere Bedeutung für uns."), "I've Been Losing You" und "The Blood That Moves The Body", fraß das Publikum der Band aus der Hand. Allen voran Morten Harket, inzwischen 43 Jahre alt, wurde von den weiblichen Fans zwischen 16 und 46 Jahren mit schmachtenden Blicken verfolgt. Beim Gänsehaut-Stück "Hunting High And Low" nahmen sie ihm dann für einige Minuten erstmals den Job ab. Und auch bei "The Living Daylights", letztes Stück des regulären Sets, sangen die Fans für eine kleine Ewigkeit den Refrain. Dazu packte die Band mal eine Reggae- mal einen Rock-Rhythmus. Vielleicht symbolisch für gerade das, was A-Ha so interessant macht. Die Abwechslung, die verschiedenen Stile. So gab es zum Beispiel Britrockiges mit Gitarrist Pal Waaktaar-Savoy am Mikro, eine folkige Ballade von Multiinstrumentalist Magne Furuholmen, Kuschel-Pop in Form eines Duetts von Harket und Gast-Sängerin Anneli Drecker ("Turn The Lights Down") oder natürlich 80s pur mit "Take On Me". Als im Zugabenblock noch "The Sun Always Shines On TV" und "Summer Moved On" folgten, war endgültig jedem klar, dass sich die 40 Euro für diesen Abend wirklich gelohnt haben. Denn es war einfach großes Pop-Kino.
Surfempfehlung:
www.a-ha.com
www.a-ha-mems.de
www.a-ha-music.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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