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Vier gewinnt!

The Vandals
Ataris/ Tsunami Bomb/ Audio Karate

Hamburg, Schlachthof
12.02.2003
The Vandals
Endlich wieder Label-Abend! Diesmal an der Reihe: Kung Fu Records, die Vandals-eigene Plattenfirma, auf der unter anderen die erste Blink 182-Scheibe erschienen ist. Erkennt man bei Genre-ähnlichen Firmen wie Epitaph oder Burning Heart inzwischen nicht mehr allein am Logo, was für eine Band einen erwartet, kann man sich bei Kung Fu noch einigermaßen sicher sein, was kommt: Punkrock inspired by California.
Den Anfang machten die Latino-Punks von Audio Karate. Die sind typisch. Typisch Kalifornien, typisch Kung Fu, typisch normal und typisch unspektakulär. Okay, Songs wie "Nintendo 89" sind ganz nett. Aber nicht mehr. Sie waren und sind eben ein netter Einheizer. Applaus gab es. Mehr nicht. Nicht schlimm. Schließlich sollte der Abend jetzt erst so richtig beginnen. Und zwar mit Tsunami Bomb. Drei Jungs an Gitarre, Bass und Schlagzeug und eine Dame namens Agent M. hinterm Mikro. Die wechselt zwischen klaren, hellen, wunderschönen Gesängen und gelegentlichen Rotz-Anfällen, die nicht selten an Cinder Block von Tilt erinnern. Wobei die sauberen Vocals deutlich in der Überzahl sind und ebenso deutlich besser zu den Songs passen. Denn im Gegensatz zu den anderen Bands der Kung Fu Records-Tour sind Tsunami Bomb häufig mehr Rock als Punk. Folge: kein wilder Mob, sondern zufriedenes Mitwippen und Lächeln allerorts. Vor und auf der Bühne. In eine knappen Dreiviertelstunde wurden die besten und schönsten Nummern der "The Ultimate Ecape"-Platte geboten, mit der Zeit wurden auch die anfänglichen Mikro-Probleme behoben und nach dem Gänsehaut-Punker "Take The Reins" (gibt's neben Tracks sämtlicher Kung-Fu-Bands auf der Label-Site als MP3) waren alle ein wenig traurig, dass Schluss war. Die Band und die Zuschauer.

Die Ataris sind ja schon irgendwie Kult. Jeder kennt sie. Und wenn es nur mal ein Song von einem Sampler ist. Oder lediglich der Name. Könnte sich aber bald ändern, sind die Jungs um Sänger und Gitarrist Kris Roe doch inzwischen bei einem Major (Columbia) gelandet und dürften bald einen größeren Popularitäts-Schub erfahren. Verdient hätten sie es. Nicht, weil sie so begnadete Musiker sind oder regelmäßig Hymnen aus dem Ärmel schütteln. Das tun sie sicherlich nicht. Aber sie sind einfach so nett. Auch heute. Und heute haben sie es endlich mal geschafft, sich live zu präsentieren. Nicht wenige, so schien es beim Blick auf die ausflippende Masse vor der Bühne, waren eher wegen ihnen als wegen der Vandals hier. Die Ataris konnten, trotz eines sehr grellen und dazu noch sehr lauten Sounds, absolut überzeugen und rotzten 45 Minuten ihren Highspeed-Fun-Punk unters Volk, der wirklich niemandem weh tut, auf der Bühne aber mächtig zündet. Welcher Song da gerade angestimmt wurde, spielte keine große Rolle. Es wurde getanzt, sich nach hinten gedrängelt, ein Bierchen bestellt, dieses vernichtet und wieder nach vorne vor die Bühne zurückgedrängelt. Die Ataris dürfen sich also sicher sein, beim nächsten Mal wieder vor einem vollen Haus spielen zu dürfen.

Headliner waren The Vandals. Die Band, mit dem genialsten Plattentitel ever: "Hitler Bad – Vandals Good". Die Band, die man ebenfalls einfach lieb haben muss. Genau wie die Setlist, die aus Hits und Hymnen wie "Marry Me" (neben "Go" wohl der Vandals-Kracher schlechthin), "Oi To The World" oder "My Girlfriend's Dead" bestand und kaum Wünsche offen lies. Drummer-Legende Josh Freese wurde zwar von Damon De La Paz (hauptberuflich bei Fenix TX unter Vertrag) vertreten, doch trotzdem spielte die komplette Band bei inzwischen wunderbarem Sound absolut genau und treffend. Die Meute dankte es mit einem stetig wachsenden Mob vor der niedrigen Schlachthof-Bühne. Schön war's. Das Highlight des Abends gab es natürlich erst ganz am Ende. Sechsaiter Warren Fitzgerald schnappte sich das Mikro und stimmte "I Have A Date" an. Und vergaß dabei alles um sich herum und machte sich zum von allen geliebten Affen: Tanzen, Zuschauer besuchen, singen, strippen, Avrils "Sk8erboi" einbauen. Und das alles gleichzeitig. Vandals eben. Und: Vandals good!
Surfempfehlung:
www.vandals.com
wwww.ataris.com
www.tsunamibomb.com
www.audiokarate.com
www.kungfurecords.com
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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