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Konzert-Bericht
 
Mehr Liebe, Babies!

Placebo
Slut

Köln, E-Werk
12.03.2003
Placebo
Fünf Shows im März, davon drei in England, eine in Paris, eine im Kölner E-Werk - und allesamt ausverkauft. Einen besseren Start konnten Placebo sich gar nicht vorgestellt haben, schließlich geht es ab April auf eine schier endlos lange Welt-Tournee. Fünf Shows also, um sich ein wenig warm zu spielen, um sich wieder langsam an das Leben im Tourbus und in Hotels zu gewöhnen, um alten Songs neues Leben einzuhauchen und um natürlich die neuen Songs des in Kürze erscheinenden Albums "Sleeping With Ghosts" live zu testen.
In Köln durften Slut im bis auf den letzten Platz gefüllten E-Werk den Abend eröffnen - eine sehr gute Wahl, wie man vielerorts vernehmen konnte (auch Sänger Christian Neuburger verkündete, dass es der Band eine Ehre sei, vor Placebo spielen zu dürfen), schließlich klingen die Ingolstädter von der Instrumentierung her teilweise wie Placebo, und so bekamen sie nach jedem Song artig Applaus. Da die Zeit kurz bemessen war, musste also ein Kurz-und-schmerzlos-Set herhalten, der in erster Linie rockigere Nummern ("Easy To Love", "Time Is Not A Remedy" und der alte Klassiker "Cloudy Day" wären hier hervorzuheben) beinhaltete. Bei "No Time" gab es dann noch eine nette Überraschung - mittendrin hörte die Band plötzlich auf zu spielen, sehr zur Verwunderung von Bassist Gerd Rosenacker. Des Rätsels Lösung: Gerd hatte Geburtstag, und die Band konnte es sich nicht nehmen lassen, ihn zu überraschen... Einen kleinen Makel hatte der Auftritt von Slut dennoch: Wie es oft leider der Fall ist, bekam die Vorband einen relativ schlechten Sound aufgedrückt, die Gitarren waren kaum zu hören, der Bass war irgendwo - nur nicht im Raum -, und das Schlagzeug klang, als würde man auf Sperrholz eindreschen.
Nach kurzer Umbaupause folgten dann die drei Placebos, die live von zwei weiteren Musikern an Keyboards, Bass und Gitarre unterstützt werden - für einen krachigen Sound ist also schonmal gesorgt, und es ging auch gleich in die Vollen: Das phänomenale Instrumental-Stück "Bulletproof Cupid" - gleichzeitig auch erster Track des neuen Albums - schüttelte das E-Werk erstmal amtlich durch. Brian Molko wie immer perfekt gestylt, Stefan Olsdal wie immer cool as fuck und Steve Hewitt drosch heftigst auf sein Drumkit ein. So kennt man es von Placebo, und so soll es auch sein. Gut gelaunt ging es mit "Allergic" weiter, bevor dann eine Reihe neuer Songs vorgestellt wurde: "Sleeping With Ghosts", "Protect Me From What I Want", "Plasticine" und die aktuelle Single "The Bitter End", allesamt aufgrund des Bühnen-Line-Ups um einiges rockiger als auf Platte. Die neuen Songs wurden etwas gehemmt vom Publikum aufgenommen, was Brian Molko zum Anlass nahm, "More love, Babies!" von der versammelten Menge zu fordern. Ein an sich absurder Aufruf zur blinden Liebe, schließlich ist die neue Scheibe noch nicht veröffentlicht, und nur ein relativ geringer Teil der Anwesenden hatte die Songs vorher schon zu Gehör bekommen - sei es durch bestechliche Journalisten oder durch diverse Internet-Tauschbörsen. Außerdem konnte man merken, dass die Band die neuen Songs noch nicht oft gespielt hatte, einige leichte Fehlgriffe waren auszumachen. "Every You Every Me" und "Black-Eyed" ließen die Stimmung aber wieder zum Überkochen bringen, und so spielten Placebo sich durch einen gesunden Mix aus alten und neuen Songs. Vom ersten Album schafften es nur zwei Songs in den Set, "Lady Of The Flowers" und im zweiten Zugabenblock "Teenage Angst", das übrigens in einer neuen, weniger rockigen Version dargeboten wurde. "Taste In Men", "Slave To The Wage", "Pure Morning" und "Centrefolds" läuteten dann das Ende des Konzerts ein, bevor es als endgültigen Rausschmeißer eine sehr gelungene Cover-Version des Pixies-Klassikers "Where Is My Mind?" zu bestaunen gab. Alles in allem ein sehr guter Gig, und die größere Zuneigung wird sich auf den folgenden Konzerten einstellen, wenn erst einmal "Sleeping With Ghosts" veröffentlicht wurde. Garantiert. Bis hierhin: Vielen Dank.
Surfempfehlung:
www.placeboworld.co.uk
www.slut-music.com
Text: -David Bluhm-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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