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Konzert-Bericht
 
Die Rückkehr der Rektal-Ritter

Turbonegro

Hamburg, Große Freiheit
03.05.2003
Turbonegro
"Diese zwei Konzerte in Hamburg sind vermutlich die wichtigsten der ganzen Tour" schleimte sich Hank Von Helvete beim Publikum ein. "Denn immer wenn wir nach St. Pauli kommen, ist es, als ob wir nach Hause zurückkehren." Er meinte es ernst. Und nicht umsonst startete die erste deutsche Club-Tour nach fünf Jahren in der Hansestadt. Hier wurde die Turbojugend gegründet, hier wurde das Erbe der Norweger verwaltet, hier sind Turbonegro mehr als eine Band. Hier werden sie geliebt.
Anders Hank. "Ich hasse Turbonegro, sie haben mich in den Arsch gefickt." Es folgte das fulminante "Turbonegro Must Be Destroyed" vom aktuellen Album. Überhaupt stand anfangs das neue Album im Vordergrund. So war der "Scandinavian Leather"-Opener "Wipe It Till It Bleeds" auch der Startschuss zum von halb St. Pauli sehnlichst erwarteten Konzert. Obwohl, Konzert trifft es nicht wirklich, Show oder Gottesanbetung passt besser. Oder beides. So regnete es bei "Sell Your Body (To The Night)" Dollarscheine, das Publikum machte sich über eins von Hank in die Menge geworfenes Kopfkissen her, Pal ließ den guten Euroboy auf seinen Schultern Rodeo reiten und es herrschte eine wirklich unfassbare und für einige sicher nicht zu verstehende Stimmung. Aber das Phänomen Turbonegro kann man wohl auch nicht erklären. Schon als Hank bereits um 20.45 Uhr mit Übermantel, Zylinder und Stab auf die im Laufe der Show meist in dunkeln Rot- und Blautönen gehaltene Bühne kam, flippte nahezu jeder Anwesende völlig aus. Wie die Wilden schmissen sie Bierbecher auf die Bühne, schrieen sämtliche Texte lauthals mit, die sie vermutlich auch rückwärts im Schlaf runterrasseln können, und waren einfach glücklich. Und wenn dann auch noch ein alter Klassiker der Marke "Are You Ready (For Some Darkness)" kam, waren sie nicht mehr zu halten. Selbst erfahrene und zum Teil zu spät gekommene Konzertgänger schüttelten angesichts dieser Euphorie verwundert, aber kaum weniger begeistert mit dem Kopf.
"Mögt ihr Delfine? So wie Flipper? Delfine sind meine Lieblingstiere", erzählte ein unglaublich dicker Hank. "Zu Hause, im Norden Norwegens, habe ich einen Delfin als Haustier. Er heißt Shitty-Flipper." Dem bringt er gerade das Fluchen bei. Die Hamburger Turbojugend, unterstützt von Mitgliedern aus unter anderem München und Oslo, kann das schon. Böse Worte hallten durch die lange ausverkaufte Freiheit. Klar, es folgte "Don't Say Motherfucker, Motherfucker", das Highlight des Hauptsets. Die ganz großen Knaller gab es aber natürlich erst in der Zugabe. "Get It On", "Denim Demon" (wobei man zugeben muss, dass die Therpay?-Version die bessere ist...) und natürlich "I Got Erection". Erst sang das von Hank in zwei Hälften geteilte Publikum minutenlang den Refrain, dann stiegen die Deathpunks ein, sorgten ein letztes Mal für überwältigende Stimmung und beendeten mit ihrem wohl legendärsten, aber eigentlich nicht besten Song die Show.
Surfempfehlung:
www.turbonegro.com
www.bitzcore.de/turbo/turbofra.htm
www.burningheart.com/bands/turbonegro
www.scandinavianleather.com
www.turbojugend.net
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
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