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Konzert-Bericht
 
Es gibt so Abende...

Garrison
The Coalfield

Hamburg, Molotow
07.10.2003
Garrison
Es gibt so Abende, die sollen einfach nicht so werden, wie man es sich erhofft. Dieser Montag mit Garrison in der Hauptrolle war so einer. Schuld hatte irgendwie keiner, weder die Band, noch das Publikum. Unschuldig war aber ebenfalls niemand. Denn wenn sich in so einer Situation Musiker und Zuschauer eigentlich gegenseitig helfen sollten, passierte es diesmal leider nicht. So sollte man den Abend zwar nicht als Enttäuschung abtun, ein Highlight war es aber sicherlich auch nicht.
Im benachbarten Docks gastierten die Stereophonics, in der Markthalle spielten Console und das Tied & Tickled Trio und über Hamburg wütete der Sturm. So war das Molotow zwar gemütlich, aber sicher nicht übermäßig gefüllt. Die Stimmung war von Anfang an eher bedächtig, eine große Party konnte man recht schnell ausschließen. Bei The Coalfield, eine der härteren Bands aus dem Defiance-Stall (Gameface, New End Original, Pale, Piebald), war dann auch eher gepflegtes Kopfnicken angesagt. Die ostfriesische Antwort auf Hot Water Music und Snapcase legte einen äußerst unterhaltsamen Gig hin, der Sound kam laut und wuchtig aus den Boxen, Frontmann Marco spielte den perfekten Entertainer, hatte stets einen lockeren Spruch auf den Lippen, feuerte Keyboarder Niels an und schrie in bester At The Drive-Manier seine Vocals. Ein verdammter starker Opener, der für überaus kurzweilige 30 Minuten sorgte und den man sich merken sollte.
Garrison
Garrison waren so extrem sympathisch. Wenn sich Gitarrist Ed McNamara in seinem schicken Astra-Shirt zu Beginn der Show über seinen 21. Geburtstag freut und Sänger Jospeh Grillo alle Anwesenden zur Party in den Golden Pudel Club einlädt. Oder wenn er sich vor "Everything You Want" für seine Regierung entschuldigt. Und Garrison haben tolle Songs gespielt. Ein bisschen Fugazi, etwas Jimmy Eat World, einen Spritzer Hot Water Music, Emo, Hardcore. Auch wenn der Sound nicht unbedingt als perfekt zu bezeichnen war, musikalisch war das top. Die Zuschauer waren auch angetan und klatschten artig Beifall. Nicht euphorisch, aber eben zufrieden. Der Band schien das nicht zu reichen, von Song zu Song wirkten sie lustloser und gaben einen Tick zu schnell auf. Gerade eine junge Band sollte das nicht tun, sondern sich den Popo aufreißen, um die Anwesenden in den Bann zu ziehen. Nach 35 Minuten dann verließen sie bereits enttäuscht die Bühne. Sie konnten einem glatt ein wenig leid tun. Doch die Fans klatschten, riefen die Band zurück, die dann noch einen Rausschmeißer performte, ehe nach nicht einmal einer Dreiviertelstunde die Musik wieder aus der Konserve schallte. Natürlich hätten die Zuschauer mehr Party machen, lauter johlen, heftiger klatschen können. Garrison hätten es verdient. Doch ebenso natürlich hätte die Band einfach nicht zu früh aufgeben können. Das hätten die Zuschauer verdient. Aber es gibt eben so Abende, die sollen einfach nicht so werden, wie man es sich erhofft.
Surfempfehlung:
www.garrisonkills.com
www.thecoalfield.de
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-

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