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Konzert-Bericht
 
3 x 1

Rolling Stone Roadshow

Dortmund, Soundgarden
04.04.2000
3 x 1 = ? Nun, das Ergebnis ist natürlich leicht auszurechnen, denn es gab dreimal eine Stunde großartige Musik zu hören. Das Rolling Stone Magazin hatte mal wieder zu einem 3er-Pack geladen, der es in sich hatte.
Den Anfang im halbvollem Dortmunder Soundgarden machte Andreas Johnson, allen bekannt durch seinen Hit "Glorious". Es ist natürlich schwierig, als relativ unbekannter Opener die Leute zu begeistern, aber Andreas macht das mit seinem wirklich schönen Songs wett. Auf der Bühne passiert nun erstmal nicht viel - Herr Johnson lässt da eher seinen Gefühlen beim Singen freien Lauf, und das schlägt sich natürlich in der allgemeinen Grundstimmung des Gigs nieder - was aber kein Nachteil sein sollte, denn so vorgetragen funktionieren die Songs bestens. Schonmal ein toller Start in einen klasse Abend.

Als nächstes führen die Lightning Seeds eine Zeitreise mit uns durch. Ian "Segelohr" Broudie und seine perfekt eingespielte Band, die ja schon seit Ewig und drei Tagen zum Inventar zählt, spielen eine Art Best-Of. Viele Singles, die viele Leute im Radio hören und vor allem auch kennen, aber kein Schwein weiß, wie die Band heißt. Ist das nun ein Nachteil? Ich denke nicht, denn Ian ist sowieso mehr der zurückhaltende Pop-Star, der sich in den Pausen zwischen den Songs doch recht locker gibt. Wer nach dem Lightning Seeds-Set nicht mit einem Lächeln im Gesicht dasteht, hat etwas grundlegendes in seinem Leben falsch gemacht.

Zm Abschluß serviert Gomez schweres Geschütz - vielleicht funktioniert deren Musik live wirklich nur als Support oder als reiner Gomez-Gig, wo nur Gomez-Fans im Publikum sind. Warum? Nun, Gomez musikalisch einzuordnen ist einfach unmöglich - die kennen und akzeptieren einfach keine Grenzen. Was aber auch kein Fehler ist, denn so bleibt die Sache auch Dank dreier unterschiedlicher Gesangs-Stimmen, die auch innerhalb eines Songs variieren, spannend. Heute abend jedenfalls merkt man deutlich, dass das Publikum eher wegen Andreas Johnson und den Lightning Seeds anwesend war, denn der Leute-Schwund während des Gomez-Sets war doch enorm. Sie machen es einem aber auch nicht leicht. Normale Instrumenten-Stimm-Pausen zwischen den Songs werden anscheinend zu improvisierten Stücken umgewandelt, die aber im nachhinein doch wohl "nur" normale Intros zu den Songs sind. Da bleibt natürlich ein wenig Verwirrung übrig. Positive Verwirrung.

Aber egal - so ein 3er-Pack hat sich mal wieder voll und ganz gelohnt. Hoffentlich bis zum nächsten Mal - dann wieder mit drei anderen Bands.

Text: -David Bluhm-



 
 

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