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Konzert-Bericht
 
Der Wert eines Schotten

Fish

Krefeld, Kulturfabrik
18.03.2004
Fish
Sphärische Klänge und verträumt-verspielte Melodien, die manch ein Musik-Fan erwartet haben mag, gab es am Donnerstagabend in der Krefelder Kulturfabrik eher selten zu hören. Der schottische Sänger Fish, der durch die Band Marillion in den 80er Jahren bekannt wurde, setzte bei seinem Konzert auf seinen eigenen Stil: Den Rock. Und auch bei der Titelauswahl zeigte der Sänger, dass er schon lange seinen eigenen Weg geht. Zwei Stunden mussten die Konzertbesucher warten, bis sie mit "Market Square Heroes" den ersten Marillion-Titel zu hören bekamen. Das ist aber auch kein Wunder: Schließlich ist es schon über 15 Jahre her, dass sich Derek William Dick, wie Fish mit bürgerlichem Namen heißt, von der britischen Band trennte.
Enttäuscht wurden die Konzertbesucher trotzdem nicht. Die markante Stimme des Schotten, die lyrischen Texte und die perfekte Harmonie der Band trösteten die Zuhörer über manch nicht erfüllte Erwartung hinweg. Und spätestens als Fish den Klassiker "Just Good Friends" im Duett mit der Sängerin Nikki Lamborn von der Vorgruppe Never The Bride anstimmte, war auch der letzte Skeptiker davon überzeugt, dass sich der Griff in den Geldbeutel für die Eintrittskarte gelohnt hat. Dabei standen die Vorzeichen für das Konzert am Niederrhein eher auf Sturm. Nur einen Tag vor dem Konzert verletzte sich der Schlagzeuger Windsor McGilvray nämlich so schwer, dass er nicht weiter mit dem Rest der Band auf die Bühne stehen konnte. Und einen geeigneten Ersatz zu finden, das ist in so einem Fall nicht einfach. Doch Fish und die Krefelder Fans hatten Glück. Der Schlagzeuger von Never The Bride schaffte das Unmögliche und lernte 16 Fish-Songs in weniger als 24 Stunden. Der neue Schlagzeuger machte seinen Job sogar so gut, dass die Fish-Fans nach zwei Stunden noch immer nicht genug hatten.

Nicht genug von der Musik, aber auch nicht genug von Fishs Entertainer-Einlagen, mit denen er die manchmal etwas steife Stimmung auflockerte. So beschwerte er sich bei den Deutschen, dass sie den Wert eines Schotten nicht erkannt hätten. "Vor drei Jahren ist meine Ex-Frau nach Berlin ausgewandert. Und was haben wir Schotten dafür bekommen? Berti Vogts - na, vielen Dank!" Während sich das Publikum noch vor Lachen bog, stimmte die Band den wirklich letzten Song des Abends an und entließ die zufriedenen Fans mit den fröhlichen Klängen von "The Company" nach Hause.

Surfempfehlung:
www.the-company.com
Text: -Esther Mai-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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