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Konzert-Bericht
 
Irgendwie erschöpft

The Peepshows
The Bad Days

Hamburg, Hafenklang
25.07.2004

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The Peepshows
"Möge es beim nächsten Mal kalt und regnerisch sein, damit The Peepshows in voller Hütte spielen können" - so endete der Gaesteliste.de-Bericht über das letzte Hamburg-Konzert der schwedischen Rock'n'Roller. Und tatsächlich, schwarze Gewitterwolken hingen über der Hansestadt, stürmischer Regen peitschte durch die Straßen - und das Hafenklang war recht gut besucht.
The Bad Days aus Kiel eröffneten den Abend und das machten sie verdammt gut. Ihr angepunkter Rock'n'Roll mit starkem Schweden-Touch (Hellacopters, Turbonegro etc.) konnte mehr als gefallen, die Songs des im Herbst erscheinenden Albums kamen knackig und punktgenau und auch wenn man sich mal an die eine oder andere Band erinnerte fühlte, klangen The Bad Days stets nach sich selbst. Die 45 Minuten vergingen wie im Fluge, denn auf der Bühne passierte etwas, die Combo rockte sich den Schweiß aus den Poren. Vielleicht bis auf Basser Tresen, der ein wenig desinteressiert in die dicken Saiten schlug, schien die Energie aus allen nur so heraus zu sprudeln. Frontmann Engine röhrte und schrie nicht nur tatsächlich wie eine gut geölte Maschine, sondern spielte sich mit Basser Moe und Gitarrist Praenz die verbalen Bällen nur so zu, keiner stand still, hier wurde der Rock'n'Roll gelebt und The Bad Days machten erneut klar, dass in Kiel eine herausragende Rock'n'Roll-Szene wütet, die mehr als Smoke Blow zu bieten hat.
Wären sie eine gewöhnliche Band, würde man sich fragen, was The Peepshows schon wieder in Deutschland wollen. Denn eine neue Platte ist zwar geplant, aber bisher nicht erschienen und die letzte Tour ist auch gerade ein Jahr her. Aber es sind eben The Peepshows und die dürfen auch spielen, wenn es eigentlich wenig Sinn macht. "Wir hatten ein Jahr Urlaub, aber jetzt sind wir wieder hier", erzählte Sänger und Gitarrist Adde Wolfbrandt. Doch wirklich erholt wirkte die Band nicht. Im Gegenteil. Mit Ausnahme von Basser Luge, der unermüdlich für Stimmung sorgte und sich einfach den Arsch abrockte, wirkte die Band müde, ja fast schon erschöpft. Es war die letzte Show der Tour und die Peepshows, die sich offensichtlich auf die Heimat freuten, boten eine gute, aber nicht mehr als solide Show. Die Songs waren klasse, alte Nummern kamen erwartungsgemäß besser an als Stücke von "Refuge For Degenaretes" und die neuen, bisher unbekannten Klänge (Luge erzählte vor der Show, die Band habe 17 neue Songs) fielen weder auf noch aus der Reihe. So nahm der Abend seinen Lauf, die Fans tanzten, tranken und hatten trotzdem ihren Spaß, Drummer Johan Sandstöm feierte seinen Geburtstag und als nach "Surrender My Love" und dem passenden "Goodnight" nach einer knappen Stunde alles vorbei war, waren zwar alle zufrieden, doch sich ebenfalls einig: The Peepshows können es besser und wenn sie das nächste Mal kommen, werden sie es auch zeigen. Und das wird sicher gar nicht mal so lange dauern...

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Surfempfehlung:
www.burningheart.com/peepshows
www.thebaddays.de
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Mathias Frank-

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Mehr über The Peepshows:
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