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Die Premiere

Taking Back Sunday

Hamburg, Knust
31.08.2004
Irgendwann kommen sie alle! Nachdem im Mai bereits Thursday ihre ersten Deutschland-Gigs spielten, gaben mit Taking Back Sunday nun die nächsten Emo-Coreler ihre deutsche Live-Premiere. Und das taten sie verdammt gut. Aber mit etwas anderem hatte auch niemand gerechnet.
"Dieses ist heute unser erster Deutschland-Auftritt überhaupt", erzählte Sänger Fred Mascherino und die zirka 500 Anwesenden applaudierten begeistert und stolz zugleich, diesem Ereignis beiwohnen zu dürfen. Und sie bereiteten der Band einen Wahnsinns-Empfang, schon nach wenigen Noten von "Set Phasers To Stun" fand sich der erste Surfer auf der Bühne und eine gute Stunde Emo stand bevor. Los ging es eben mit dem Opener des famosen "Where You Want To Be"-Albums ("Hat jemand die CD?", fragte Fred und nahezu jeder riss laut jaulend die Arme in die Luft), es folgte ein Querschnitt der beiden TBS-Werke, wobei sich bald heraus stellte, dass die neuen Songs doch eine gute Nummer ausgereifter und schlicht besser sind, als die "Tell All Your Friends"-Stücke, die gerade live häufig etwas austauschbar klangen. Egal, aufs nächste Stück freuen, auf ein neues hoffen und bis dahin fleißig weiter hopsen.

Leider wurde schnell klar, dass der Sound an diesem Abend nicht der beste sein sollte. Laut und nicht selten doch etwas übersteuert kam es aus den Boxen. Doch die Qualität und Schönheit von Nummern wie "The Photograph Is Proof (I Know You Know)", oder "A Decade Under The Influence" machte vieles wieder wett und niemand ließ sich wegen ein paar zu lauter Töne den Abend vermiesen. Nein, die Meute, die sich aus hippen Kids, Mode-Emo-Freaks und ein paar Rock'n'Rollern zusammen setze, war begeistert, sang fleißig mit, hüpfte von der Bühne und feierte die Band ab, die die besten Momente von The Used, Thursday und Jimmy Eat World in sich vereint und mit "Where You Want To Be" eines der Alben des Jahres aufgenommen hat. Das ist poppig und rockig zugleich, manchmal Hardcore und manchmal Indie. Und mit "New American Classic" gibt es auch eine Ballade auf der Scheibe, die allerdings nur in gepresster Form wirklich schön ist. Denn als nur Mascherino und Gitarrist Eddie Reyes (ehemals bei Sunny Day Real Estate aktiv) den Song als erste Zugabe performten, wirkte er nicht wirklich. Aber noch mal Schwamm drüber, die Band rockte weiter und zum Abschluss versammelte der Frontmann, dessen Show manche als gezwungen ("die Musik ist toll, aber der Typ geht gar nicht! Wie eine Mischung aus dem Used-Typen und Cedric von At The Drive-In" so eine junge Punkerin), manche als intensiv und toll ansahen, ein paar Fans um sein Mikro und gemeinsam fand der erste Deutschland-Auftritt von Taking Back Sunday sein Ende. Der war sicher nicht perfekt, aber trotzdem verdammt gut!

Surfempfehlung:
www.takingbacksunday.com
www.victoryrecords.com/takingbacksunday.html
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-

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