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Kurz & knackig

Caliban
As We Fight

Hamburg, Logo
09.01.2005
Caliban
Sie waren mal wieder da. Wie schon so häufig. Doch Caliban sind in Hamburg gern gesehende Gäste. Und konnten auch regelmäßig überzeugen. Zuletzt im Vorprogramm von Machine Head. Da hatten sie zwar mit einem teilweise recht breiigen Sound zu kämpfen, doch mit Spielfreude und massig Energie machten die Metalcore-Durchstarter vieles wieder gut. Wie auch heute. So viel sei verraten.
Doch zuvor wurde man bereits am Einlass davon informiert, dass die Hardcore-Recken von Destiny im Sturm von Norwegen festsaßen und daher nicht auftreten konnten. Schade, schließlich gelten die Husumer - ja, auch hier wird musiziert - als große Liveband. Also machten die Dänen von As We Fight den einzigen Support. Mit zwei Sängern, die beide um die Wette brüllten, legten sie ein derbes Set zwischen Metalcore und heftigen Deathmetal-Parts hin, das zwar den meisten Anwesenden zu gefallen schien, doch wirkliche Stimmung sollte noch nicht aufkommen. Artiges Klatschen, vereinzeltes Jubeln und dezentes Moshen vor der Bühne. As We Fight heizten ein, ohne wirklich zu kochen.
Caliban
Das war der Job von Caliban. Kaum legten sie mit "The Beloved And The Hatred" los, war Bewegung vor der Bühne. Die zu 99 Prozent in schwarz und Metalcore-Merchandise uniformierte Caliban-Armee tanzte sich einen Wolf und die Logo-Belegschaft beeilte sich, die Birnen aus den an der Decke hängenden Lampen zu drehen. Und kaum waren sie damit fertig, hing der erste Lichtspender nur noch an einem Kabel. Kaputt. Dazu passte die - leider erneut - schwache zweite Stimme von Gitarrist Dennis. Denn während Frontmann Andy voller Inbrust sein Seelenleben auskotzte, schien der Sechsaiter entweder überfordert oder schlicht schüchtern. Oder beides. Und als einer im Publikum meinte "Da sing ich ja lauter", glaubte man es ihm sofort. Den Fans war es egal. Das etwas mehr als die Hälfte gefüllte Logo feierte die Band ab, die sich hautsächlich auf neues Material konzentrierte und nur selten auf altes, noch derberes Material zurück griff. Und dabei sympathisch auf einige Sell-Out-Vorwürfe reagierte: "Für die Hardcore-Fans, die uns von früher noch geblieben sind."

Der Sound wurde von Song zu Song besser und auch die Spielfreude ließ kaum Wünsche übrig. Andy motivierte das Publikum zu einem Circle-Pit nach dem anderen, der Kilt-Sänger kam auf die Bühne (wenn er nicht gerade Shirts verkaufte), der Schweiß lief in Strömen und alles war richtig gut. Doch nach einer knappen Dreiviertelstunde hieß es plötzlich: "Danke Hamburg, bis zum nächsten Mal!" Wie meinen? Das war es? Anfangs entschuldigte sich die Band noch für den hohen Eintrittspreis, erklärte die 14 Euro für ein Missverständnis und freute sich über die trotzdem erschienenden Zuschauer. Und dann machen sie nach 45 Minuten Schluss? "Wir sind doch gerade erst warm geworden!" rief einer in der ersten Reihe. Doch nach zwei weiteren Nummern ging dann tatsächlich das Licht an. Schade. Doch trotzdem konnte man der Band nicht wirklich böse. Denn in der (kurzen) Zeit, in der sie auf der Bühne standen, waren sie verdammt gut. Sie wissen, was die Leute hören und sehen wollten und sie wissen, was gute Songs sind. Doch leider wissen sie offensichtlich nicht, dass man manchmal etwas länger spielen sollte. Gerade bei einem happigen Eintrittspreis. Und gerade, wenn dieser ein Missverständnis sein sollte.

Surfempfehlung:
www.calibanmetal.com
www.roadrunnerrecords.de/artists/Caliban
www.aswefight.tk
Text: -Mathias Frank-
Fotos: -Mathias Frank-


 
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