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LOSTPROPHETS
06.02.2004

Lostprophets "Start Something" ist der Titel des zweiten Werkes der Lostprophets, dem wilden Sextett aus der walisischen Provinz, das Anfang Februar in unsere Plattenläden kommt. Ähnlich wie der Erstling "The Fake Sound Of Progress" klingen die sechs hier überhaupt nicht britisch, sondern wandeln auf den Spuren amerikanischer Nu-Metal-Helden à la Linkin Park - und das sehr gekonnt. "Der Unterschied zu unserer ersten [selbstproduzierten] Platte ist, dass wir damals überhaupt keine Erwartungen hatten", erzählen die Lostprophets beim Treffen mit Gaesteliste.de. "Wenn wir 1 000 Stück verkauft hätten, wären wir schon zufrieden gewesen. Wir wollten einfach nur auf Tour gehen und die Platte verkaufen. Das erste Album war nichts weiter als ein Schritt in die richtige Richtung."

Stellt sich die Frage, ob dieses Mal nur die Labelerwartungen oder auch die Banderwartungen gestiegen sind. "Ich denke, es ist beides. Wir wollen, dass sie genauso mit Herz und Seele dabei sind wie wir selbst. Die Band soll ihnen genauso wichtig sein wie uns. Wir haben ihnen eine Platte gegeben, mit der sie genauso zufrieden sind wie wir. Das hat uns ein Jahr gekostet! Wir haben unseren Teil erledigt und das Ganze nun an die Plattenfirma weitergereicht. Mehr können wir nicht tun. Trotzdem versuchen wir immer noch, so viel Kontrolle wie irgend möglich zu behalten. Zumindest haben wir überall ein Mitspracherecht. Wir haben mit den Leuten um uns herum nun schon seit zwei Jahren zusammengearbeitet, deshalb denken wir, dass wir ihnen vertrauen können, weil sie ihrerseits wissen, was wir mögen und wollen."

Die Lostprophets wissen, dass ein langsamer Aufstieg eine längere Verweildauer am Gipfel verspricht, deshalb wollen sie von einer gesunden Basis aus starten. Was nicht heißt, dass sie sich gegen den Erfolg sträuben, wie sie uns lachend bestätigen: "Sagen wir mal so. Wenn unsere Popularität plötzlich explodieren sollte, hätte wir auch nichts dagegen!" Der Erfolg in Europa soll sich vor allem durch viele, viele Konzerte einstellen. In Deutschland gastieren die sechs im März. Einen ersten Vorgeschmack auf das, was kommt, bekam die Band Ende November bei ihrer Comeback-Tournee daheim, die sie in erster Linie absolvierte, um das neue Material auszutesten. "Wir wollten uns einfach wieder ans Livespielen gewöhnen, weil wir eine so lange Pause eingelegt hatten. Wir haben zuerst ein paar Clubdaten gespielt und dann eine Arena-Tour mit Linkin Park. Und was sollen wir sagen? Der Unterschied zwischen 800 und 12 000 Leuten ist nicht wegzudiskutieren!" In England spielen Lostprophets auf ihrer Februar-Tour nun selbst teilweise in 5000er Hallen, dennoch ist ihnen der Erfolg zu Hause nicht genug. "Wir wären nicht zufrieden, wenn sich unser Erfolg auf Großbritannien beschränken würde. Wir wollten schon immer, dass so viele Leute wir möglich unsere Musik hören. Das würde mich gewaltig ankotzen. Die Welt ist zu groß, um sich auf ein Land zu beschränken. Wir würden uns ständig fragen: Warum mögen sie uns anderswo nicht?"

Im Waschzettel des Labels steht, die ausgiebigen Tourneen nach dem ersten Album hätten die Band enger zusammengeschweißt. Gibt es aber nicht auch manchmal Situationen, wo man lieber alleine zu Hause als zu sechst im Bus säße? "Nein! Wir haben alles gegeben, um in dieser Band sein zu können und aus unsere Stadt rauszukommen. Und in ein paar Monaten könnte alles zu Ende sein, das kann man ja nie so genau wissen. In einer Band zu sein ist eine so unglaublich seltsame Karriere. Wenn es dann wirklich irgendwann einmal zu Ende ist, sitzt du zu Hause und denkst den Rest deines Lebens darüber nach, warum du damals vielleicht nicht das Letzte gegeben hast. Für den Moment wollen wir einfach unsere Leben und die Reiserei genießen. Zuerst beschweren sich die Leute, dass sie nicht aus ihrer Stadt rauskommen und wenn sie dann mit ihrer Band auf Tour sind, beklagen sie sich, dass sie nicht zu Hause sein könne. Das ist doch Blödsinn!"


 
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