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08.07.2002
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Dongaclass - 139

Dongaclass - 139
Dongamusic/FinestNoise
Format: CD

Aus dem Raum Ravensburg stammt das Trio Dongaclass, das seit 1994 unermüdlich versucht, einen Fuß in die Tür des Musikbusiness zu kriegen. Zuerst und vor allem als Liveband, denn veröffentlichen will das Material der Formation zunächst niemand. Als dann endlich ein Indielabel gefunden wird, das einen Vertrag anbietet, zeigt sich das Geschäft von seiner häßlichen Seite: Über zwei Jahre sind die Musiker an das Unternehmen gebunden, ohne daß eine Platte veröffentlicht wird.

Nun bringen sie ihr zweites Album auf den Markt, wie gehabt im Selbstverlag. Darauf enthalten sind 12 durchwegs druckvolle, Stromgitarren-Rock-Tracks, die den deutlichen Willen zum Hymnischen erkennen lassen. Das Material ist irgendwo zwischen Pop und Folk verankert und schielt dabei immer in Richtung Nu Metal. Als Live-Band funktionieren Dongaclass wohl recht gut, Auftritte beim CMJ-Festival in New York oder beim Belfort Festival Fimu in Frankreich stützen diese Vermutung. Auf Tonträger sorgt allerdings ein allzu verbreitetes Problem deutscher Rockbands für Enttäuschung: Dongaclass reihen sich etwas zu nahtlos in die Liste deutscher Bands ein, die irgendwie vor allem nach ihren nordamerikanischen Vorbildern klingen. Das ist genau richtig für die Festivalwiese, auf dem Sofa allerdings nicht so prickelnd.



-Dirk Ducar-



Surfempfehlung:
www.dongaclass.de
 

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