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Niko Tsonev - Banshees And Harpsichords

Niko Tsonev - Banshees And Harpsichords
Stunted
Format: CD

Der in London lebende bulgarischstämmige Meistergitarrist und Filmkomponist Niko Tsonev hat schon mit vielen Künstlern gearbeitet, u.a. Mr. Fastfinger, Cuthead, JJ Grey, Die So Fluid, Mark Owen (Take That) oder Toby Smith (Jamiroquai). Dennoch werden ihn die meisten als Gitarrist von Steven Wilson kennengelernt haben. Niko war der Leadgitarrist auf Grace For Drowning (Album und Tour, was für ein Ritterschlag). Und er hat beeindruckende Beiträge - obwohl Wilson inzwischen Guthrie Govan rekrutiert hat - auch auf dem aktuellen Erfolgsalbum "The Raven That Refused To Sing": "The Watchmaker" und "Luminol" (DeLuxe Edition).

Seine ehemaligen Kollegen in Wilsons Band haben sämtlich sein jetzt vorliegendes zweites Soloalbum "Banshees And Harpsichords" mit hohem Lob gewürdigt: "This is indeed superb stuff!" (Steven Wilson), "One of the best instrumental things I have heard in a long time, for sure." (Adam Holzman), "uber talented" (Theo Travis). Man versteht sie schon beim ersten Durchlauf: Denn das Material strotzt nur so vor Kreativität, kaum begreiflicher Virtuosität und dem für Nikos Arbeit typischen Humor. "Noise Reactor" mit seinen Techno-Loops und phantastischen Bendings bildet einen perfekten Einstieg. Auf "Polystar" spielt der Meister auch einen mehr als amtlichen Bass. Die hohen Töne des ruhigeren "The Everpresent Spirit" könnten auch von Mattias IA Eklundh stammen - und das ist als Kompliment gemeint. Bei den Läufen des rockigen "Venetian Poison" tun mitleidigen Naturen schon vom Zuhören die Fingerkuppen weh. Die vielteilige "Thorn Fairy Rhapsody" hält in diesem Kontext den Rekord an Komplexität. Sanfte Jazzklänge hält "Water" bereit. Für weitere Abwechslung sorgt auf "Acid Tears" der kühle und elegante Gesang von Die So Fluid-Frontfrau Grog und auf dem abschließenden Titelstück die meisterlich gespielte Geige von Samy Bishai.

Wer sich dieses Jahr nur ein "Gitarren-Album" leisten will, sollte dieses nehmen. Weiterhin ein Must-have für Fans der Obengenannten sowie von Jeff Beck, Oz Noy, Scott Henderson und Vergleichbaren. Und für alle, die von Steven Wilsons letzten Arbeiten für derartige Höhenkammkultur angefixt worden sind.



-Klaus Reckert-


"Noise Reactor"
"Improvisation" (sic; 13.05.13)
"Final Takes for "Banshees"

 
 
 

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