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Telekinesis - Telekinesis!

Telekinesis - Telekinesis!
Morr Music/Indigo
Format: CD

Einerseits kann man Telekinesis bzw. Michael Benjamin Lerner vorwerfen, dass er sich überdeutlich bei einer nicht mehr ganz unbekannten Band namens Death Cab For Cutie hat inspirieren lassen. Die Ähnlichkeiten und Zusammenhänge sind nun wahrhaftig frappierend.

Zunächst einmal kommen beide Bands aus Seattle. Auf manchen Fotos könnte man Lerner sogar glatt für Benjamin Gibbards (Fame of DCFC) kleinen Bruder halten - komplett mit dicker Hornbrille, Hemdkragen und Streifenpulli. "Telekinesis!", so der Titel des vorliegenden Albums, wurde darüber hinaus von Chris Walla, seines Zeichens Gitarrist und Knöpfendreher von - ihr habt's erraten - Death Cab For Cutie produziert. Der Witz an der ganzen Geschichte ist aber letztlich, dass Telekinesis auch noch so klingen wie besagte andere Band aus Seattle.

Dezenter Indierock mit meist eher zurückhaltenden Gitarrenriffs, unglaublich ohrwurmige Melodien ("Awkward Kisser"), hier und da ein sparsam eingesetztes Klavier und Gibbards, äh... Verzeihung: Lerners hohe Jungsstimme machen den Sound von Telekinesis aus. Zwischendurch gibt es immer wieder etwas langsamere Songs mit Akustikgitarre, sodass man im Gesamtpaket tatsächlich meinen könnte, man habe es hier mit einem lange verschollenen DCFC-Album von etwa 2004/2005 zu tun ("Foreign Room"!).

Andererseits ist es nämlich durchaus erfreulich zu hören, dass Lerner sich über weite Strecken seines Albums genau den Pop-Appeal ("Tokyo") und rockigen Sturm-und-Drang-Gestus ("Coast Of Carolina") traut, dem sich Death Cab zuletzt stets zu entziehen versuchten. Darum kann man ihm auch einfach nicht böse sein, dem Michael mit all seinen "Aaahs" und "Wohohoos."

Fazit: Insgesamt schönes Album für laue Sommernächte mit einigen echten Knallersongs ("All Of A Sudden", wiederum "Foreign Room"), von dem man sich nur stellenweise etwas mehr Eigenständigkeit wünschen könnte.



-Felix Maliers-



 
 
 

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