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Tonträger-Review
 
Amanda Blank - I Love You

Amanda Blank - I Love You
Downtown/Universal
Format: CD

Amanda Blank ist ja angeblich die neue weibliche Hoffnung am amerikanischen Rap-Himmel. Warum das so ist und was nun am Album tatsächlich dran ist bei all dem Gehype, muss sich erst zeigen. Los geht's.

Gleich der erste Track ("Make It, Take It") nervt gewaltig. Blank fällt nichts Besseres ein, als andauernd nur die eine Zeile zu wiederholen. Als endlich der Refrain einsetzt, kann man nur dankbar aufatmen. Bei Tracks wie "Lemme Get Some" hat man sogar im Chorus das Gefühl, selbst Blank würde hier beim Rappen fast einpennen. Die Tracks schwanken in ihrem Sound und ihren Lyrics ständig zwischen relativ typischem Blingbling-Rap (z.B. "Gimme What You Got") und Upbeat-Stücken mit deutlich elektronischem Club-Einschlag hin und her. Die Produktion bleibt aber überall durch und durch anorganisch und verhaftet in 80er-Sounds und Beats und Bässen aus Diplos Regal für dubbigen Styler-Dancefloor, sodass man mit keinem Stück so richtig warm werden kann. Blank rappt dabei beinahe roboterartig wieder und wieder Zeilen wie "Hottest motherfucker on the whole damn block" runter.

Die einzigen Songs, der beim Hören des Albums überhaupt einmal aufhorchen lässt, sind "Shame One Me" und "Leaving You Behind" (im Prinzip ein langsames Lykke Li-Stück) - aber auch nur, weil sie eben Songs sind und somit aus dem überproduzierten Track-Einerlei mit einem halbwegs eingängigen Pop-Touch hervorstechen. Schmuggel die Platte in irgendeinen R'n'B-Club, spiel ein bis zwei Songs und niemandem wird etwas ungewöhnliches auffallen, geschweige denn sich fünf Minuten später daran erinnern.

Bei all dem Gefeature (Lykke Li, Chuck Inglish, Spank Rock) und Mega-Produzenten-Brimborium (Diplo, Switch, David Sitek, XXXchange) bleibt eines jedoch völlig auf der Strecke: Nämlich Amanda Blank. Mit ihrem Album versucht sie sich unverkennbar in einer Riege von Künstlerinnen wie M.I.A., Santigold oder Uffie einzureihen, kann aber weder in Sachen Popappeal, noch in Sachen offensichtlicher Club-Hits mit diesen Mithalten.



-Felix Maliers-



 
 
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