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Tonträger-Review
 
The Flaming Lips - Embryonic

The Flaming Lips - Embryonic
Warner Music
Format: CD

In Zeiten, in denen immer mehr Bands aus gar keinen Ideen ganze Alben kreieren, scheint es geradezu anachronistisch, wenn Flaming Lips-Vordenker Wayne Coyne behauptet, er und seine Mitstreiter hätten stets so viel Ideen, dass sie auf einem einzelnen Album gar nicht alle unterzubringen seien. Mit ihrem neuen Werk umgehen die fabulösen Sonderlinge das Problem damit, dass die Platte einfach länger ist: Die CD ist 70 Minuten lang, die Vinylversion ist gar das erste Doppelalbum der langen Bandgeschichte. Das bedeutet natürlich auch, dass sich die Amerikaner dieses Mal nicht aufs Wesentliche beschränken mussten.

Und das hört man. Popsongs sucht man auf "Embryonic" vergebens. Bisweilen sucht man gar Songs vergebens. Durch und durch psychedelisch, mit allgegenwärtigen Sci-Fi-Anwandlungen und langen Instrumentalparts, die offenbar von der Soundtrackarbeit der Lips an ihrem eigenen Film "Christmas On Mars" beeinflusst worden sind, ist das neue Album wirr, wild und - wenn man es nicht als Songsammlung, sondern als Kunstwerk betrachtet - auch wundervoll. Zu entscheiden, ob "Embryonic" nun wirklich ein ernst gemeinter Versuch der Band ist, das Pop-Songwriting auf eine neue Stufe zu heben, oder nur ein großer Insiderwitz auf Kosten ihres Majorlabels, bleibt dem geneigten Hörer überlassen. Wie schrieb doch ein US-Kollege so treffend: "That's where part of the charm of 'Embryonic' comes from; the smiling satisfaction of knowing that somewhere some suit at Warner Bros. had to approve of this thing."



-Simon Mahler-



 
 
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