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Tonträger-Review
 
Charlotte Gainsbourg - IRM

Charlotte Gainsbourg - IRM
Warner Music
Format: CD

Charlotte Gainsbourg auf Abwegen: Nachdem sie sich für ihr letztes, vielerorts hochgelobtes Album "5:55" mit Air, Neil Hannon und Jarvis Cocker Künstler als Kollaborateure gesucht hatte, die man gemeinhin als Fans ihres Vaters vermuten könnte, stand ihr bei ihrem vierten Werk "nur" Beck Hansen zur Seite.

Dass das Album durchweg von einer düsteren Stimmung durchzogen ist, liegt dagegen nicht unbedingt an der Wahl des musikalischen Partners. Auf "IRM" (die Bezeichnung für einen Kernspintomografen) verarbeitet Gainsbourg ihre eigene langwierige Krankengeschichte nach ihrem Wasserski-Unfall im Jahre 2007. So ist bei "Master's Hands" von Geistern, die zertrümmert werden müssen, und Köpfen voller Löcher die Rede, beim Titelstück spielt das monotone Pochen des Tomografen eine zentrale Rolle. Lediglich zwischendurch gibt es zumindest im ersten Moment positiv klingende, 60s-Pop-inspirierte Momente wie das feine Duett "Heaven Can Wait".

Die sanften Soundteppiche mit 70s-Einschlag, die Air auf "5:55" für Gainsbourg webten, sind zwar nicht gänzlich verschwunden, dennoch tragen die Stücke die deutlich kantigere, experimentellere und letztens Endes wohl auch intuitivere Handschrift Becks. Gemeinsam haben die zwei ein mutiges, ungewöhnliches Album aufgenommen, mit dem Gainsbourg offensichtlich auch musikalisch das ihr lange Jahre anhaftende Kleine-Mädchen-Image hinter sich lassen will, das sie als Schauspielerin jüngst mit ihrem Auftritt in Lars von Triers "Antichrist" höchst effektiv abgelegt hat. Mit "IRM" gelingt ihr dieser Schritt nun auch als Sängerin bravourös!



-Simon Mahler-



 
 
 

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