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Vampire Weekend - Contra

Platte der Woche

KW 03/2010


Vampire Weekend - Contra
XL Recordings/Beggars Group/Indigo
Format: CD

"Winter's Cold Is Too Much To Handle" singen Vampire Weekend auf dem eröffnenden Song "Horchata" und treffen damit genau den Nerv der von der Kälte und vom vielen Schnee gebeutelten Seele. Und genau aus diesem Grund hat es sich die Band zur Aufgabe gemacht, dem fiesen Winter ordentlich "Contra" zu geben, ihn mit allerhand wärmenden Melodien zu vertreiben und die roten Ohren mit aufgeweckten Tönen anständig zu durchbluten. Dass Vampire Weekend ihre Reise in sommerliche Klanggebirge mit einem für ihre Verhältnisse typisch vollgepackten Musikkoffer aus bunten Stilelementen antreten, ist natürlich Ehrensache für das Quartett. Wer sich mit ihnen auf die Reise begibt, der wird unermüdlich daran erinnert, dass eindeutig ein "Aktiv-Urlaub" mit vielerlei Ideen gebucht wurde. Umtriebig und enthusiastisch bekunden Vampire Weekend auf ihrem zweiten Album ihren stets durchschimmernden Hang der Musik mit viel Freude und Ausgelassenheit zu begegnen.

So gestaltet sich die Mehrheit der neuen Songs mit ausgesprochen fröhlichem Charakter. Diesem wird wie in "White Sky" Ausdruck verliehen, in dem "Aaah Uuuh Uuuh" Gesänge den Refrain bestimmen, "Holiday" wunderbar schmissig und aufgeweckt interpretiert und "California English" von quirligen Gitarren zum Leben erweckt wird. Eine kleine Pause vom Abenteuer verspricht das gesetztere "Taxi Cab", dessen Piano-Arrangements an sommerliche Regentropfen erinnern, die an den Fenstern abperlen. Die erste Single-Auskopplung "Cousin" animiert dann wieder in gewohnter Manier mit seiner dynamischen Natur, den flimmernden Gitarrenriffs und den druckvollen Drums zum Spaß haben. Und genau mit diesem geht es auch beim herrlich eingängigen "Giving Up The Gun" weiter, das mit elektronischen Spielereien und auf den Punkt sitzenden Beats zum Leben erweckt wird. Erst beim letzten Song "I Think Ur A Contra" kippt die heitere Stimmung und die Band schwingt sich mit tiefen Cello-Tönen und zurückhaltendem Piano dazu auf eine betont gedämpfte Seite von sich zu zeigen. "You're Going To Watch Out For Yourself And So Will I" singt Ezra Koenig im prophezeiten Ende bestimmt und etwas bekümmert zugleich, und der aufgeworfene Moment an Melancholie steht nicht nur ihm als Sänger, sondern besonders dem Album ausgesprochen gut. Die neuen Songs sprechen dafür, dass sie auch noch weit über den kommenden Sommer hinaus eine perfekte Reisebegleitung sein werden.



-Annett Bonkowski-



 
 
 

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