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The Waterboys - A Rock In A Weary Land

The Waterboys - A Rock In A Weary Land
Puck Productions/BMG
Format: CD

And a man shall be as an hiding-place from the wind, and a covert from the tempest; as rivers of water in a dry place, as the shadow of a great rock in a weary land. (Isaiah 32:2)
Nach sieben Jahren hat der aus Edinburgh, Schottland stammende Mike Scott seine Waterboys reformiert und ein neues Album vorgelegt. Ein Comeback-Versuch also und bei der langen Veröffentlichungspause und dem Titel habe ich mich doch ein wenig für die Hintergründe interessiert. 1981 gegründet haben die Waterboys 1985 mit "This Is The Sea" ihr wohl bestes Album vorgelegt. Das lag nicht zuletzt an den hervorragenden Mitmusikern Anthony Thistlethwaite und Karl Wallinger, beide waren schon bei den letzten Waterboys Veröffentlichungen nicht mehr dabei. Scott nahm Ende der 80er Jahre in Irland mit lokalen Musikern zwei Alben auf. 1991 kam noch eine Platte (Dream Harder), die in New York mit Studiomusikern eingespielt wurde, dann war Sense. 1993 löste Scott die Waterboys auf und zog in eine spirituelle Gemeinschaft in Schottland.
Hier liegt ein kausaler Zusammenhang zu den düsteren, manchmal beinahe prophetisch anmutenden Texten nahe. Sehr viel scheinbar bedeutungsschwangere Weltuntergangsstimmung wird da verbreitet und weil ich damit überhaupt nichts anfangen kann, zur Musik.
Von den Einflüssen irisch/keltischer Volklore, die 'Fisherman's Blues' 1988 und 'Room To Roam' 1990 geprägt hatten, ist auf der neuen CD nichts mehr zu hören, was ja nicht schlecht sein muss. Vielmehr erinnert das gesamte Werk an den Sound der 80er Jahre, meist ohne jedoch die musikalischen Trends und Entwicklungen der 90er Jahre zu rezipieren. Alles tendenziell etwas überproduziert mit Meeresbrandung und Gospelchor im Hintergrund etc. Also kein State-of-the-Art Album, sondern wohl eher eine Scheibe, deren Vorzüge in den Qualitäten Scotts als Songwriter zu suchen sind. Die ersten Nummern klingen allerdings bemüht nach Hit und Hymne. Später ist alles ganz nett und solide aber auch etwas angestaubt.
Am besten gefällt mir die Soundcollage "Night Falls On London", die mit einer gelungenen Kombination von elektrischem, akustischem und gesampeltem aufwartet, jedoch als 49-Sekunden Schnipsel die Sache nicht herausreißt. Auch nicht schlecht ist "Dumbling Down The World", das angeblich in der Hölle eingespielt wurde und dann doch recht zeitgemäß klingt. Dort kommen auch so interessante Instrumente wie Smurd, Fire-Worm, und Skinbournies zum Einsatz. Insgesamt kann mich das Album aber nicht überzeugen. Klingt weniger nach Waterboys-Comeback als nach Blub, Blub, Blub.


-Dirk Ducar-



 
 
 

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