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Fallulah - The Black Cat Neighbourhood

Fallulah - The Black Cat Neighbourhood
RCA/Sony Music
Format: CD

Fallulah heißt in Wirklichkeit Maria Apetri und kommt aus Dänemark. Mit "The Black Cat Neighbourhood" legt die junge Frau ihr Debütalbum vor. Vergleiche mit Florence Welsh, Kate Nash und Konsorten (siehe z.B. die Vorab-Single "I Lay My Head") sind nicht unangebracht, treffen aber auch nicht hundertprozentig. Fallulah ist anders, wenn auch nur einen Tick.

Ihr gesamtes Album ist insbesondere von interessanter Melodieführung, vor allem in den Gesangslinien, gekennzeichnet. Fallulahs Gesang ist generell weniger eingängig als der ihrer Kolleginnen (siehe z.B. "Bridges") und wird gerne durchbrochen von kurzen Sprechgesangs- und Shout-Einlagen. Einerseits hebt diese Tatsache Fallulah angenehm vom derzeitigen Einheitsbrei englischsprachiger Solokünstlerinnen angenehm ab, andererseits kippen die Songs auch gerne mal ins hysterisch-nervige.

Insgesamt ist spürbar, dass Fallulah versucht, weniger Pop zu sein als manche andere Künstlerin aus diesem Genre. So gibt es auf "The Black Cat Neighbourhood" mannigfaltige Einflüsse, z.B. aus dem Folk, besonders aber aus dem Balkan-Bereich. Stampfende Beats, Instrumente wie Ukulelen und Glockenspiele, Handclaps und Apetris eigenwillige Gesangsführung sorgen für diesen Klang, der auf Fallulahs osteuropäische Wurzeln (ihr Vater ist Rumäne) zurückzuführen sind.

So entsteht beim Hören von Fallulahs Album trotz seiner Qualität ein zwiespältiger Eindruck: Stücke wie "I Lay My Head", "Only Human" und "New York, You're My Concrete Lover" haben großes Hit-Potenzial und werden Fallulah letzten Endes wahrscheinlich eine Menge Fans und auch Erfolg bescheren - sind aber durchweg näher an besagten Kolleginnen, die es bereits - zurecht - auf die große Bühne geschafft haben. Hier könnte man eine gewisse Überflüssigkeit unterstellen, denn von dieser Art Alben haben wir schließlich bereits genug. Der Rest der Platte birgt mit seinen Balkan-Beats zwar interessante Aspekte, wird aber auf lange Sicht eher in Vergessenheit geraten, was nicht zuletzt der starken Konkurrenz geschuldet ist.



-Felix Maliers-



 
 
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