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Pushking - The World As We Love It

Pushking - The World As We Love It
earMUSIC/edel
Format: CD

Ganz ehrlich? Im Blindtest hätte man dies todsicher für eine Heft-CD aus dem "Rock It!" gehalten. Oder für eine dieser "Best Of Hard Rock"- oder "Greatest Of AOR"-Compis aus der Supermarkt-Grabbelkiste. Von Chefredaktion und Promowisch erfolgreich zu etwas mehr Andacht ermahnt, wird dann doch noch deutlich, dass es sich um ein zumindest potenziell nicht so unspannendes Projekt handelt: Die russische Formation Pushking - wohl eher mit dem russischen Nationaldichter als mit dem Berentzen-Wodka wortspielernd - ist schon für 15 Alben auf dem Heimatmarkt und dort auch für den "Ausverkauf sämtlicher Hallen" gut.

Für den 16. Streich hat sich die Band um Mastermind Konstantin "Koha" Shustarev nun fremder Schützenhilfe versichert. Der L.A.-Produzent Fabrizio Grossi unternahm es, die Beiträge der dortigen Rockszene zu den Songideen des Kosakenchors zu organisieren. Die entstandene Gästeliste liest sich durchaus ehrfurchtgebietend, auch wenn die Song-Resultate nicht sämtlich zünden wollen: Boogie mit strammen Bläsersätzen mit Billy Gibbons (ZZ Top) - "Nightrider". Kuschelrock mit demselben sowie Nuno Bettencourt (Extreme) - "It'll Be OK". Hard Rock ganz unten aus der Miefkiste mit Alice Cooper - "Troubled Love". Ein Power-Ballädchen mit John Lawton (Uriah Heep) und Steve Stevens (Billy Idol) - "Stranger's Song". Sleazige Poserklänge ausgerechnet mit Paul Stanley (Kiss) am Mikro und dem eigentlich gutartigen Stevie Salas (Rod Stewart, Mick Jagger, American Idol, Michael Hutchence, The Jeff Healey Band) an der Sologitarre - "Cut The Wire". Sogar Steve Vai ließ sich nicht lange bitten und veredelte "My Reflections After Seeing The 'Schindler's List' Movie" zum ersten Hinhörer der Platte. Graham Bonnet (Rainbow, Alcatrazz) auf "God Made Us Free" lässt sich ertragen, doch erst mit "Why Don't You" mit Glenn Hughes und "Tonight" mit dem Nämlichen sowie seinem Black Country Communion-Kommunarden Joe Bonamassa sind die Höhepunkte am Hof des Pushking erreicht.

Weiteres Namedropping: Auch Jeff Scott Soto (u.a. Malmsteen, Axel Rudi Pell), Eric Martin (Mr. Big), der in diesem Zusammenhang unvermeidliche Joe Lynn Turner (Hughes-Kumpel u. ebenfalls abgelegter Rainbow/Malmsteen-Sänger), Dan McCafferty (Nazareth) oder auch Jorn Lande (Ark, Masterplan) können die Scheibe zwar stimmlich abwechslungsreicher gestalten, aber nicht vor der totalen Vorhersagbarkeit retten. Passend dazu das Finale in Form von "Kukarracha", bei dem fast alle abwechselnd mitjubeln bzw. entsprechende Gesangsspuren eingesandt haben. In Summe durchaus spektakulär, aber auch nicht gut.



-Klaus Reckert-


"It'll Be OK", feat. Billy F. Gibbons u. Nuno Bettencourt

 
 
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