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Make The Girl Dance - Everything Is Gonna Be Okay In The End

Make The Girl Dance - Everything Is Gonna Be Okay In The End
Ministry Of Sound/Warner Music
Format: CD

Wir spulen etwa drei Jahre zurück. Im Internet taucht ein Video auf, in dem dürre Models nackt durch Paris marschieren. Skandal. Das Lied dazu heißt "Baby Baby Baby" und ist eine flotte Electro-Nummer zwischen French House, Dance und Electro-Rock der Marke Justice. Nur sind die dahintersteckenden Künstler gar nicht Justice, sondern - richtig - das ebenfalls französische DJ-Duo Make The Girl Dance. Kurz darauf wird noch die Single "Kill Me" nachgelegt und der erste Eindruck ist perfekt: Make The Girl Dance wären gerne die zweiten Justice, also genau genommen die dritten Daft Punk.

Vor allem aber wären sie gerne die neuen Partyhengste im ja doch etwas abkühlenden Electro-Zirkus. Darum nehmen sie die bekannte Justice-Formel (bisschen House, bisschen, Bratz-Electro, jede Menge Rockstar-Gestus, alles durch achtzigtausend Filter jagen) - und stricken daraus noch schlichtere Nummern für den Dance-Floor (der Text von "Baby Baby Baby" besteht ungefähr aus den Wörter "Baby", "Baby" und "Baby"). Das hätte man vor zwei bis drei Jahren zumindest denken können.

Seit Kurzem aber ist das Debütalbum "Everything Is Gonna Be Okay In The End" und alles ist ganz anders. Naja, fast zumindest. Natürlich sind auf dem Album auch "Baby Baby Baby", "Kill Me" und einige weitere Stücke drauf, die genau in diese Kerbe schlagen: "Broken Toy Boy", "Better Under Water" und "Rocker 33" z.B. Und das ist bis auf das stumpfe "Glocken" ingesamt auch alles gar nicht so schlecht. Wenigstens kann man jetzt endlich mal die immer gleichen Justice- und Digitalism-Stücke aus den Playlists schmeißen. Diese Tracks jedenfalls bilden gemeinsam den zweiten Part des Albums, betitelt mit "Make The Girl Dance Pop"

Vorgeschaltet finden sich der Part "Make The Girl Dance Soft" und was man dort hört ist - gelinde gesagt - eher lahmarschig. Harmloser Synthie-Pop ohne Profil. Da wird zwar auch mal Gang Of Fours "Damaged Goods" zitiert bzw. gesamplet ("South"), aber über die Dauer von 4:19 Minuten wird das sehr schnell langweilig. Vor allem aber besteht überhaupt keine Verbindung zum zweiten Teil des Albums. Warum die letzten drei bzw. vier Stücke (der letzte ist der absolut fragwürdige Bonustrack "Tchiki Tchiki Tchiki", der noch weniger zum ganzen Rest des Albums passt) von Teil 2 separiert werden müssen und zusammen "Make The Girl Dance Hard" heißen, bleibt offen. Make The Girl Dance liefern hier zwar einige nette Electro-Nummern für die Tanzfläche ab, auf ganzer Albumlänge reicht es aber nur zu einem durchwachsenen Ergebnis.



-Felix Maliers-



 
 
 

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