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Vierkanttretlager - Die Natur greift an

Vierkanttretlager - Die Natur greift an
Unter Schafen Records/Alive
Format: CD

Vierkanttretlager aus Husum machen es einem mit ihrem Debütalbum "Die Natur greift an" nicht gerade leicht. Irgendwie will man das Quartett ja gut finden, weil die ganz große Hochphase toller deutschsprachiger Bands ja nun auch schon wieder eine Weile her ist. Und vielerorts hatte man gehofft, Vierkanttretlager könnten eben diese Lücke ausfüllen: "Die werden mal so groß wie Tocotronic", kann man sogar irgendwo lesen. Aber, sagen wir's so: Wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen.

Vierkanttretlager machen das alles schon ganz gut. Und - sie sind ja auch noch ziemlich jung. Manchmal klingt die Band wie Tomte mal klangen, als sie noch was taugten: auf "Mein Ruf" z.B. oder auf "Schluss aus raus", original mit Thees-Uhlmann-Gedächtnis-Vokalen. Vor allem haben Vierkanttretlager aber ihre Sprache gefunden, die zu weiten Teilen aus langen Substantiven zu bestehen scheint: "Windparkeinweihungsparty", anyone?

Auf "Fotoalbum" taucht dann jedoch plötzlich ein Akkordeon auf. Das ist zwar für eine norddeutsche Band sehr passend, bleibt aber bloßes Gimmick für ein Stück, welches gerade dadurch zum etwas missglückten Mitschunkler wird. Überhaupt liegen langsamere Stücke (mit Ausnahme des letzten Liedes "Gib deinem Leben keinen Sinn") eher nicht so. Die dümpeln so vor sich hin und bieten weder musikalisch noch textlich besonders Mitreißendes. Dennoch finden sich auf "Die Natur greift an" ein paar gute Songs: "Mein Ruf" gehört dazu, oder "Das neue Gold" etwa. Ingesamt ein Album mit wenigen Ausfällen - auf die nächste deutsche Indiehoffnung warten wir trotzdem noch ein bisschen.



-Felix Maliers-



 
 
 

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