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To Rococo Rot and I-Sound - Music Is A Hungry Ghost

To Rococo Rot and I-Sound - Music Is A Hungry Ghost
CitySlang/Labels/Virgin
Format: CD

Nach der vergleichsweise poppigen Zusammenarbeit mit Saint Etienne sind To Rococo Rot nun wieder mit einer eigenen Veröffentlichung am Start. Gemeinsam mit Craig Willingham aka DJ I-Sound und Alexander Balanescou hat das Berliner Trio in den letzten drei Jahren einige Tracks eingespielt, deren Stärke vor allem in der Fähigkeit liegen, Geschichte und Entwicklung der modernen elektronischen Musik zu reflektieren ohne zu einem ekklektizistischen Potpourri zu geraten.

Ziemlich unaufgeregt, getragen von den warmen Basslinien von Kreidlers Stefan Schneider, wird auf "Music Is A Hungry Ghost" eine Integration von knochentrocken digitalem und heimelig akustischem, zwischen abstrakter Elektronik und zeitgenössischem Dance vorgeführt. Und euphorische Kommentatoren sehen To Rococo Rot auf dem Weg zu einer universellen Popmusik wandelnd.

Knack, fieps, blubber, scratch und synaps in selbstverständlicher Einigkeit mit luftiger Percussion, korrekt einfachen Loops und Balanescous Geigenspiel. Das ganze hat etwas extrem organisches und das auch im ganz wörtlichen Sinne. Die filigranen Soundgebilde nehmen einen mit auf eine Reise durch Natur und Körper. Allerdings aus einer seltsamen, nicht sehr eindeutigen Mikro-Perspektive. Da ziehen Schwärme von Naniten an einem vorbei, man hört Grillen zirpen, Atmung und Darmgeräusch. Das gerät allerdings manchmal etwas in Richtung einer Intensivstation-Ästhetik, könnte also fast als Computer-Kitsch bezeichnet werden. Macht nichts.



-Dirk Ducar-



 
 
 

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