Gaesteliste.de Internet-Musikmagazin



SUCHE:

 
 
Gaesteliste.de Facebook Gaesteliste.de Instagram RSS-Feeds
 
Tonträger-Archiv

Stichwort:
Platten der Woche anzeigen




 
Tonträger-Review
 
Compilation - Just Tell Me That You Want Me - A Tribute To Fleetwood Mac

Compilation - Just Tell Me That You Want Me - A Tribute To Fleetwood Mac
Concord/Universal
Format: CD

Wie sich die Zeiten doch ändern können! Als Fleetwood Mac Ende der 80er mit dem Album "Tango In The Night" und Singles wie "Little Lies" und "Everywhere" letztmalig weltweit die Charts stürmten, hätten Künstler aus dem Indielager die Band noch nicht einmal mit der Kneifzange angefasst. Fleetwood Mac waren Dinosaurier, die mit damals als antiquiert geltendem 70s-Radio-Pop groß geworden waren, von ihrer bluesigen Frühphase mit Wundergitarrist Peter Green ganz zu schweigen. Für gestandene Indierocker war die Band bestenfalls als Feindbild zu gebrauchen.

Inzwischen gilt der Sound, den Fleetwood Mac auf ihrem Millionseller "Rumours" 1977 perfektionierten, als zeitlos schön, denn 70s-Patina ist ohne Zweifel en vogue, und selbst die Blues-getränkten ersten Gehversuche dienen heute sogenannten alternativen Künstlern mit Singer/Songwriter-Ambitionen durchaus als Inspiration. Kein Wunder also, dass dieses feine Tribute-Album nicht nur mit seiner geradezu sensationellen Mitwirkenden-Liste von Lykke Li über MGMT, Karen Elson und Tame Impala bis zu Bonnie "Prince" Billy und The New Pornographers gefallen kann, sondern mit oft nur recht behutsam modernisierten Arrangements beweist, wie viel 70s-Mainstream-Pop im heutigen Indierock steckt, egal ob bei Antonys "Landslide", Best Coasts "Rhiannon" oder "Albatross" von der Lee Ranaldo Band & J. Mascis, die hier alle zu den Glanzlichtern zählen. Arrangement-technisch etwas gewagter und eigensinniger und vielleicht deshalb auch der unbestrittene Höhepunkt der 17 Tracks ist "Dreams" von The Kills, die den Monsterhit vollkommen zu ihrem eigenen Song machen, ohne dabei seine Qualitäten anzukratzen. Schade nur, dass Christine McVeys kompositorische Beiträge hier fast vollkommen unter den Tisch fallen und Stevie Nicks deutlich überrepräsentiert ist. Es ist allerdings der einzige Wermutstropfen dieser schönen Veröffentlichung!



-Simon Mahler-



 
 
 

Copyright © 1999 - 2022 Gaesteliste.de

 powered by
Expeedo Ecommerce Dienstleister

Expeedo Ecommerce Dienstleister