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Tonträger-Review
 
My Sleeping Karma - Soma

My Sleeping Karma - Soma
Spinning Goblin/Napalm/Universal
Format: CD

Doomröschen und der Stoner-Wolf haben wieder zugeschlagen: Und das resultierende vierte Studioalbum der Aschaffenburger My Sleeping Beauty - verzeihung: Karma! - ist ein Knaller geworden. "Soma" ist so gut, dass es wirklich schwer fällt, danach zu anderen Rezensionspflichten zurückzukehren. In der hier bewiesenen Form gehört das just von Elektrohasch zu Napalm Records gewechselte Instrumental-Quartett zum Stärksten was das gesamte Stoner-Genre zu bieten hat. Beziehungsweise der "Psychedelic Groove Rock", wie MSK selbst nennen, was sie treiben. Jedenfalls treiben sie es phantastisch. Gleich das einleitende "Pachyclada" lässt uns auf einer wunderbaren Melodiewelle wegsurfen und beweist nebenher, dass nicht nur Monkey3 ein Händchen für den Einsatz spaciger Keyboards in dieser Art Musik haben. Das filigrane Ephedra erinnert in Aufbau und Dynamik ein wenig an Long Distance Calling, während die Harmonien sich eindeutig Richtung Osten verneigen. Das trifft auch auf "Eleusine Coracana" zu. Spätestens nach "Saumya" meint man, jetzt könne es aber nun einfach nicht mehr toller werden. Tut es dann aber doch...

Zarte, bis knapp drei Minuten kurze Interludien trennen die Hauptteile des S(t)omaticums und bereiten so auf die nächste, gehaltvollere Köstlichkeit vor. "Soma" ist der Ritualtrank der indischen Gottheiten, Soma ist Nektar, Soma macht süchtig. Wenn andere Bands mit breitem Pinsel oder gar Rolle anstreichen, entstehen diese MSK-Songs aus pointillistischen Tupfern, die zusammenfließen und schließlich zu einer Farbwoge werden. Apropos Malerei: Das wie historische Kupferstiche wirkende Artwork des Albums von Sebastian Jerke vermischt gekonnt die Bildsprache von Tieren, Blütenpflanzen und Pilzen zu einer bedrohlich-verfremdeten und doch anziehenden Welt und passt ideal zur Musik.

PS: Als Zückerchen obendaruf gibt es auf der für relativ kleines Geld erhältlichen Limited Edition noch eine von Sheyk rAleph mit Saz und/oder Oud eingespielte Interlude-Version sowie einen hippen Remix seitens Holzner & Kaleun vom bereits von 2006 herrührenden "Glow11".

PPS: MSK sind auf Tour! Erst mit eigenen Release-Shows und dann ab Ende November mit Monster Magnet auf deren "Spine Of God" Anniversary Tour.



-Klaus Reckert-


"Saumya", live @ Vortex, Siegen, 2011
"Brahama" live @ Rockpalast

 
 
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