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Travis - Where You Stand

Platte der Woche

KW 33/2013


Travis - Where You Stand
Red Telephone Box/Rough Trade
Format: CD

Immerhin fünf Jahre Sendepause ließen Fran Healy und seine Mannen ins Land gehen, bevor sie die selbst auferlegte Auszeit dazu nutzten, frischen Wind ins Travis-Universum zu pusten und nun, mit ihrem siebten Album, zu alter Form und Frische zurückkehren. Mehr noch: Anstatt einfach da weiter zu machen, wo sie mit "Ode To J. Smith" aufhörten, gaben sich die Herren einen Ruck und entschlossen sich, auf die alten Tage noch mal etwas Neues auszuprobieren. Insofern darf der ausgetretene Spruch, dass sich das Warten gelohnt hat, hier ruhig einmal bemüht werden.

Und so richtig überraschend ist die Entwicklung auch nicht, denn Travis haben sich noch nie auf ihren Lorbeeren ausgeruht und waren immer angestrengt, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Und inhaltlich kommen heutzutage noch die anderen Gewichtungen hinzu, die sich aus dem familiären Privatleben der Protagonisten eben so ergeben. Heutzutage singt man nicht mehr von Mädels, sondern vielleicht über die Mutter oder die Kinder oder ganz allgemein davon, wo man gerade steht im Leben. Insofern ist "Where You Stand" eben auch eine Bestandsaufnahme. Allerdings eine mit Blick in Richtung der Zukunft.

Das Material wurde in London, New York, Berlin und in Norwegen aufgenommen. Und irgendwie macht sich das auch musikalisch bemerkbar, denn während Travis auf der einen Seite (und ziemlich gleichberechtigt) bemüht sind, den klassischen britischen Beat-Pop-Song zu perfektionieren, den sie sich als Messlatte selbst auferlegt haben, ist die Scheibe in Sachen Spielfreude und insbesondere die Produktion betreffend, schon ein großer Schritt nach vorne. Wo Travis sich früher öfters als klassischen Brit-Bands - allen voran den Beatles - orientierten, suchen sie auf "Where Yo Stand" nach einer eigenen musikalischen Sprache und finden diese auch: Mit Elektronik, Samples, Loops und Beats katapultieren sie ihr Material in die Jetztzeit: Moderner klangen Travis noch nie - ohne deshalb gleich hip sein zu wollen. Insgesamt ist dieses also ein überzeugendes Comeback-Album geworden. Obwohl es nie eine Frage gab, dass es dieses geben würde, denn - so Healy - "Travis ist unsere Familie".



-Ullrich Maurer-



 
 
 

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