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Tonträger-Review
 
Lalu - Atomic Ark

Lalu - Atomic Ark
Sensory/Alive
Format: CD

Der Keyboarder und Komponist Vivien Lalu hat durch und durch progressive Gene - beide Eltern spielten in den Siebzigern in der französischen Progrock-Band Polene. Neben seiner Karriere als Soundtrack-Produzent (u.a. für Lucasfilm) und als Sounddesigner (für Spiele-Hersteller Ubisoft) sowie neben diversen Kooperationen (u.a. mit Tomorrow's Eve, Shadow Gallery, Joop Wolters, Hubi Meisel) spielte er auch u.a. bei Mind's Orchard oder Shadrane. Doch wenig hat auf das aktuelle Album der nach ihm benannten Band vorbereitet, nicht einmal der schon als vorzüglich erinnerte Vorläufer "Oniric Metal" von 2005.

Das hat zum einen mit den beteiligten Musikern zu tun. Die Band besteht derzeit neben Lalu aus Martin LeMar (voc; u.a Mekong Delta, Tomorrow's Eve), Mike LePond (bss; Symphony X), Simone Mularoni (guit; DGM) und Virgil Donati (drms; u.a. Planet X, Steve Vai). Als ob dieses echte All-Star-Line-up noch nicht genug wäre, wurden die folgenden Gäste verpflichtet: Mike Andersson (voc; Cloudscape), Jens Johansson (key; Stratovarius sowie u.a. Dio, Ginger Baker, Jonas Hellborg Group, Spastic Ink, Star One, Mastermind, Tony MacAlpine, Sonata Arctica), Jordan Rudess (key; Dream Theater sowie u.a. Liquid Tension Experiment, Steven Wilson, Vinnie Moore, Neal Morse, David Bowie, Prefab Sprout), Marco Sfogli (guit; James LaBrie, Shadrane, Jordan Rudess), Peter Wildoer (voc [hier keine drms]; James LaBrie, Arch Enemy, Darkane, Majestic, Pestilence, Old Man's Child), Joop Wolters (guit; u.a. Shadrane)! Naturgemäß entstanden die Aufnahmen also rund um den Globus und wurden im Boumbox-Studio in Paris von Yan Memmi (u.a. Dio, Marcus Miller) gemischt.

Nach einem angemessen fetzigen, Donati-dominierten Intro gibt Goldkehlchen Martin die eher raue Seite seiner kraftvollen Stimme zum Besten, während Marco und Simone abwechselnd zeigen, wie eine ProgMetal-Axt zu klingen hat und Jens und Viv das Gleiche mit so relevanten wie virtuosen Keyboard-Soli leisten ("Greed"). Bei "War On Animals" singen Mike und Martin aus der Perspektive gequälter Tiere - die aufgewühlte Musik untermalt dieses Drama effektvoll. Beim ruhiger groovenden "Tatonka" begeistern Martins Lagensprünge von tiefem Bass zu abermals an Daniel Gildenlöw erinnernden Höhen ebenso wie die Flügelbegleitung von Viv und Joops saftige Soli. Nochmals ruhiger und mit Akustikgitarrenbegleitung kann Martin auf "Mirror Prison" bei einem sehr gelungenen Feuerzeugheber glänzen. Originell, dass Drum-Tier Peter auf "Bast" nur lustvolles Röcheln ("With Lust") beisteuert, das aber endamtlich, was interessante Kontraste zu den Streicherarrangements abgibt.

Ein besonderes Highlight des durchgängig starken Albums bildet das herrliche "Slaughtered", bevor die mehrteilige, auf 20 Minuten Strecke teils grenzpompöse Suite "Revelations" u.a. mit einem gut aufgelegten, teils nach Gershwin klingenden Jordan am Flügel den Sack endgültig zubindet.

Letzter Pluspunkt: Das informative und attraktive (Travis Smith!) Booklet. In Summe bilden diese 52 Minuten einen spontanen Anwärter auf die ProgMetal-Top-10 des Jahres. Kommt auf diese Arche!



-Klaus Reckert-


Album Teaser
"Slaughtered", feat. Marco Sfogli u. Jordan Rudess

 
 
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