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Crushed Beaks - Scatter

Crushed Beaks - Scatter
Matilda/Rough Trade
Format: CD

Und wieder eine Indie-Band, die einen fliegenden Start hinlegt. Mit dem Debüt "Scatter" hat das Londoner Trio Crushed Beaks dafür gesorgt, dass die Latte für künftige Follow-ups schon jetzt in schwindelerregenden Höhen hängt. Das ist so eine dieser Platten, die den Hörer schon nach fünfminütigem Rotieren im Player begeistert mit Händen und Füßen auf den Tisch trommeln lässt. Mehr braucht es nicht. Die Beaks liefern von der ersten Sekunde an einen Sound, der alles hat. Selbstbewusstsein, Rhythmus, Dynamik und Matthew Poiles unverkennbare Stimme. Vor allem aber macht er süchtig. Denn die durch den ewig pochenden Beat erzeugte Statik bietet den perfekten Raum zur Entfaltung der unbedingten Stärke der Beaks: Ekelhaft catchige Ohrwurm-Monster an Melodien. Die Definition der Hook wurde für diese Band geschrieben.

Opener "April" hält sich noch zurück, führt nach sanftem Intro in die ernstere, melancholischere Seite des Albums ein. "Overgrown" legt einen Zacken zu, an Tempo wie Gefälligkeit. Erster Höhepunkt ist Singleauskopplung "Rising Sign", noch schneller, noch lauter und so ungewaschen, wie seine Lyrics: "The more I think about, the less I care". "Choices" könnte das Stück sein, welches die Newcomer zur selbstgemachten Genrebezeichnung "noise pop" inspiriert hat, schnoddrig-rotzende Gitarren und Gesänge rocken straight zum wunderbaren "Feelers" über, das erst einmal Luft und Fahrt herausnimmt, nur um mit noch mehr Wucht zurückzuschlagen und sich die Drums ausnahmsweise etwas entfalten zu lassen. "History" wartet mit fast schon gruseliger Peter, Bjorn And John-Ähnlichkeit auf, "Grim" ist ein länger geratenes Pop-Rock-Interlude und "Memory Loss" bietet die wahrscheinlich infektiöseste Hookline des Albums.

Crushed Beaks treffen den Indie-Zahn der Zeit, hoffentlich kommen sie damit nicht ein paar Jahre zu spät. Anspieltipps: "Feelers", "Rising Sign", "Memory Loss".



-Lisa Schmitz-


Video "Feelers"
Video "Grim"

 
 
 

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