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Kingsbury Manx - Let You Down

Kingsbury Manx - Let You Down
CitySlang/Labels/Virgin
Format: CD

The Kingsbury Manx, das sind vier ehemalige Schulfreunde, die letztes Jahr mit ihrem selbstbetitelten Album aus dem Nichts auftauchten, um reichlich Beachtung und Bewunderung auf sich zu lenken. Tatsächlich war manch einer erstaunt, wie vier völlig unbekannte und unerfahrene junge Menschen ein derart erwachsenes und konsistentes Album auf die Beine stellen konnten und ehe sie sich's versahen, fanden sich Ken Stephenson, Bill Taylor, Ryan Richardson und Scott Myers als Support für Calexico auf US-Tour.

Vergangenen Dezember hatten die vier dann ein paar Tage Urlaub (nicht vom Touren sondern von ihren Normal-Jobs) genommen, um im Sound Of Music Studio in Virginia in nur fünf Tagen einen zweiten Longplayer aufzunehmen. Als Produzenten wurde Brian Pulson (Slint, US Maple) gewonnen und man hatte sich vorgenommen, es diesmal etwas härter anzugehen. Daraus wurde aber nichts. Die Band aus North Carolina, die Formationen wie die Byrds, Beatles, Kinks, Beach Boys und den - eigentlich von jedem Songwriter, der was auf sich hält herbeizitierten - Gram Parsons zu ihren Inspirationsquellen zählt, hat ein Album hingelegt, das sich kaum vom Vorgänger unterscheidet. Eigentlich gar nicht. Betrachtet man die beiden CD-Cover, so scheint das Bild auf dem zweiten einfach ein Ausschnitt aus dem oberen rechten Viertel von dem zu sein, welches das erste Album schmückte. Vergleichbares läßt sich auch über die Musik sagen, die ja an dieser Stelle schon ausführlich beschrieben wurde.

Erneut hervorragend geeignet für zurückgezogen verbrachte Herbstnachmittage mit alles grau in grau und Regen gegen die Fensterscheiben. Wieder extrem ruhiges, gitarrendominiertes Material mit schönem, zurückhaltendem Zwiegesang: Etwas psychedelisch, manchmal fast Kanonartig und immer sich erst beim wiederholten Anhören dem Geduldigen offenbarend. Wenn das sich-nicht-neuerfinden eine Sünde ist, dann in diesem Falle doch eine lässliche, denn die Platte ist einfach gut.



-Dirk Ducar-



 
 
 

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