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Waaktaar & Zoe - World Of Trouble

Platte der Woche

KW 08/2017


Waaktaar & Zoe - World Of Trouble
Plastic Head/Soulfood
Format: CD

Der besagte Waaktaar ist niemand anderer, als Pål Waaktaar-Savoy - der Gitarrist von A-ha. Das sollte nicht unbedacht weggelacht werden, denn immerhin war Waaktaar - anders als sein Frontmann Morten Harket - maßgeblich für das Songwriting der Band ausschlaggebend; auch wenn er als Gitarrist gar nicht mal so viel zu tun gehabt haben mochte. Zusammen mit dem Amerikaner Jimmy Gnecco betrieb Waaktaar - neben seiner eigenen Band Savoy - des Weiteren das Pop-Projekt Weathervane. Dieser Jimmy Gnecco hat eine Tochter mit dem malerischen Namen Zoë Aphrodite, die sich nun als Sängerin entpuppte. Da Pål selbst nicht singen mag oder kann (und bei Savoy ja auch seiner Gattin den diesbezüglichen Vortritt ließ), kam er nun auf die Idee, das Weathervane-Prinzip sozusagen unter anderen Vorzeichen und auf einem anderen Level weiterzuführen. Ganz in der klassischen Mastermind-Tradition beschränkte sich Pål hier also auf das Songwriting und die Produktion und überließ Zoë somit das gesangliche Spotlight.

Die Instrumente auf dieser Produktion spielte er indes fast im Alleingang ein. Kommen wir dann mal zur Musik: Natürlich hat Pål sein Händchen für grandiose Pop-Hymnen nicht über Nacht verloren. Auf dieser Produktion geht es jedoch um mehr, denn Pål ließ hier auch seine unterdrückte Liebe zur Rockmusik einfließen und sorgte zudem für einen in einer solchen Konstellation eher unübliche, rauen Grundton. Das heißt nun nicht, dass am Ende gerockt wird wie die Hölle, aber doch, dass die - zuweilen überraschend konstruierten Songs - mit einer gewissen Old-School-Bodenständigkeit dargeboten werden und keineswegs hip sein wollen. Das liegt auch daran, dass Zoë für ihr jugendliches Alter eine gewisse zeitlose Altersweisheit verströmt. Am Ende kommt dabei eine Pop-Scheibe heraus, für die sich auch Leute interessieren könnten, die Popmusik eigentlich doof finden - was dann schon wieder cool ist.



-Ullrich Maurer-


Video: "Beautiful Burnout"
Video: "Tearful Girl"

 
 
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