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Borknagar - Empiricism

Borknagar - Empiricism
Century Media Records
Format: CD

Dies ist eine empirische Aussage (was immer die Norweger mit dem philosophischen Albumtitel auch gemeint haben könnten): Das vorliegende Album stellt eine Melodieüberschüttung ersten Grades dar, die jeden Freund symphonischen Black Metals in Verzückung geraten lassen wird. Aber auch Freunde von epischen Formaten der harten Rockmusik oder ProgRock-Jünger sollten hier unbedingt ein Ohr riskieren. Denn Borknagar haben mal wieder den Sänger gewechselt/wechseln müssen. Denn ICS Vortex hat diesen Posten hingeschmissen, um sich ganz darauf zu konzentrieren, das Schwarzkehlchen bei Dimmu Borgir zu sein. Und der somit verwaiste Arbeitsplatz bei Borknagar ist ja nun wirklich einigermassen ruhmreich, der allererste Sänger war schließlich niemand Geringerer als der Ulver-Sänger Garm.

Doch nun wurde mit dem Schweden Vintersorg (bekannt von seiner gleichnamigen Band, neulich noch auf Tour mit Tristania und Madder Mortem zu bewundern) ein Nachfolger gefunden, der sowohl die verzerrten Blackmetal-Attacken wie auch clean gesungene, nachgerade romantische Vokalpassagen in einer Weise in die Musik von Bandgründer und Gitarrist Oystein G. Brun integriert, wie das bei Borknagar noch nie der Fall war. Was dabei herauskommt, sollte Fans von den Borgirs, aber auch Anhänger der Musik von Cradle Of Filth, Children Of Bodom oder Hollenthon äußerst zufrieden stimmen. Geboten werden grandiose, orchestrale Melodieentwürfe, der verzerrte Gesang erinnert an Dimmu Borgir, die cleanen, oft stark folkloristisch angehauchten Passagen durch das über die Halbtöne Schleifen teilweise an Solitude Aeturnus! Höhepunkte sind die Eröffnung "The Genuine Pulse", das durch seinen differenzierten Keyboardeinsatz gewinnende "Black Canvas", "Matter And Opinion" hingegen wird manchem alten Borknagar-Fan vor Überraschung (und nicht vor Corpsepaint) erbleichen lassen, bezieht es seine rhythmische Kraft doch von einem jazzenden Konzertflügel. "Inherit The Earth" ist dann wieder eine dieser Hymnen, die man nach einmal Hören nicht mehr vergißt. Und "The View Of Everlast" schließlich ist mehr Gothic als Black Metal. Fünfzig immer wieder überraschende Minuten von ganz grosser Klasse - würd' man sich nach Genuß dieser Konserve auch allzugerne einmal live ansehen...



-Klaus Reckert-



 
 
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