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Pabst - Deuce Ex Machina

Pabst - Deuce Ex Machina
Ketchup Tracks/Membran
Format: LP

Schon lange vor der Veröffentlichung dieses Albums las man begeisterte Worte über diese Band. Pabst aus Berlin, bestehend aus drei Herren und mit bis gestern einer Platte und einer EP in der Biografie, dazu veröffentlichte man unter anderem im vergangenen Jahr eine Split-Single mit Odd Couple. Jetzt also mit "Deuce Ex Machina" Album Nummer 2 und alle so: yeah! Grunge schrieben viele, voller Energie, rotzig, charmant. Stimmt alles. Ist aber nur ein Teil, denn Pabst sind mehr. Und ganz oft auch super.

Mit Produzent Moses Schneider haben sie eine wundervolle Platte gemacht. Ganz oft werden hier die 90er Jahre zitiert, der Sound, die Attitüde, der Stil. Alternative Rock und auch Grunge, ein bisschen Britpop spielt mit, ein ganz bisschen Punkrock ist dabei. Vieles klingt dann auch ein bisschen wild und euphorisch, ein bisschen dreckig, ehrlich, scheppernd und aus der Garage im Studio, voller, Zitat, Energie, rotzig, charmant. Zitat Ende. Gleichzeitig klingen Pabst sehr eingängig, melodisch, geradezu poppig und tatsächlich sauber und auf den Punkt. Auf der einen Seite steht das den Songs schon ganz gut, das passt schon, das bringt die Birne zum Wackeln, das berührt, gefällt, klasse Album, klasse Songs. Keine Frage, das ist so zwar mehr, um im Bild zu bleiben, Foo Fighters als Nirvana, aber wir haben 2020 und nicht mehr 1990. Und gute Songs sind gute Songs, was man mit ihnen auch macht. Was hier und da und auch heute aber trotzdem fehlt, ist eine gewisse Sperrigkeit, zumindest so ein bisschen der Mittelfinger, den sie einem vor's Gesicht halten. Es hätte noch mehr scheppern dürfen, noch dreckiger, rotziger und fuzziger klingen dürfen. Vielleicht sogar müssen. So hat man immer ein wenig den Eindruck, dass sich die drei Päbste ein bisschen zurückgehalten haben, nicht komplett austicken wollten, sich nicht getraut haben, ihren Bass vor laufender Kamera einfach mal drei Meter in die Höhe zu werfen...



-Mathias Frank-


Video: "Ibuprofen"
Video: "Skyline"

 
 
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