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Terrorgruppe - Jenseits von Gut und Böse

Terrorgruppe - Jenseits von Gut und Böse
Aggropop
Format: LP

Sie machen es schon wieder. Sie lösen sich auf. Dieses Mal aber wohl endgültig. Klingt so, wird so sein, alles andere wäre kein Punk. Also: das letzte Album. Archie hat keine Lust mehr, Johnny Bottrop hat seine Acht Eimer Hühnerherzen, die Terrorgruppe ist bald jenseits von... Eden.

Man kann sie verstehen, das ist konsequent, das ist wahrscheinlich richtig und sie haben es sich verdient. Und so ganz gehen sie ja eh niemals, Songs wie "Keine Airbags für die CSU" oder "Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland" werden in ewig deutsche Punkrock-Geschichte sein. Also tschüss dann, Jungs, haut doch ab. Wir werden euch tatsächlich vermissen und nach diesem Album sogar ganz besonders. Denn Alte-Männer-Punk hatte man vielleicht befürchtet, "Jenseits von Gut und Böse" ist das genaue Gegenteil. Böse ist es und gemein, vulgär, politisch, witzig und damit irgendwie... so ein bisschen wie früher. "Ein Führer wird kommen" heißt ein Song, "Fettes betrunkenes dummes Schwein" ein anderer und als Perle gibt es "Nestle (oder weiß hier jemand, wie man dieses Scheiss-Häkchen übers e macht?)". DAS ist die Terrorgruppe. Und obendrauf klingt sie auch so, klingt sie nach früher. Ein Song wie "ADHS" ist schroffer Auf-die-Fresse-Punk, der schnelle, melodische, nervige, tolle "Lastwagenfahrer" wird noch lange seine Runde in der Birne drehen und sogar Ska und (schiefe) Trompeten sind dabei ("Sinnlose Beleidigungsstrategie gegen Fabelwesen"). Kurz: alles gut, alles da, aber alles nicht mehr lange.



-Mathias Frank-



 
 
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