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Tonträger-Review
 
A.A. Williams - Forever Blue

A.A. Williams - Forever Blue
Bella Union/Pias/Rough Trade
Format: LP

Die Songtitel des Debüt-Albums von A. A. Williams sagen beredt aus, was der Londoner Songwriterin am Herzen liegt: "All I Asked For (Was To End It All)", "Melt", "Dirt", "Love & Pain" etwa heißen die Stücke - und selbst in Tracks wie "Fearless", "Glimmer" oder "I'm Fine" macht sie bestenfalls gute Miene zum depressiven Spiel. Tatsächlich hat schon lange niemand mehr Ennui, Tristesse, Melancholie und Düsternis so konsequent und schön in Töne gegossen wie die Gitarre, Klavier und Cello spielende Auteurin, die freimütig einräumt, mit diesem Ansatz die negativen Aspekte des Daseins in therapeutischer Hinsicht zu verarbeiten (und damit wohl auch ihre Dämonen zu exorzieren). Damit reiht sie sich nahtlos ein in die Riege der großen - allerdings meistens männlichen - musikalischen Misanthropen wie z.B. den Tindersticks, Nick Cave oder Trent Reznor, findet dabei allerdings einen ganz eigenen Ansatz. Denn während die meisten ihrer Tracks zwar zunächst mal als schleppende Noir-Balladen beginnen, steigern sie sich oft am Ende zu einem erlösenden, musikalischen Orkanen in Form orgiastisch sich oft orchestral aufbäumender Rock-Orgien, die dann wohl verdeutlichen, dass A. A. Williams den therapeutischen Prozess durchaus mit Gewinn durchlaufen hat. Freunde des rabenschwarzen, monumentalen Kaputnik-Blues werden mit dieser Dame ihre reine Freude haben.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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