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Margo Price - That's How Rumors Get Started

Margo Price - That's How Rumors Get Started
Caroline/Universal
Format: LP

Eigentlich hätte es sich Margo Price einfach machen können und ihr drittes Album weiter in die Country-Richtung vorantreiben können, mit der sie sich als Songwriterin und Performerin eine ordentliche Reputation bei Genre-Freunden wie auch Songwriter-Fans gleichermaßen erspielt hatte. Vermutlich war es aber ihr Kumpel Sturgill Simpson, der die Produktion des neuen Materials in die Hand nahm und ihr eine neue Gruppe von Musikern zur Seite stellte, die dafür Sorge trug, dass das neue Album eben keine geradlinige stilistische Angelegenheit wurde. Was auch immer der Grund gewesen sein mag: Es zahlt sich in jeder Hinsicht aus.

Denn Simpson (der ja auch bei eigenen Arbeiten stets für stilistische Überraschungen zu sorgen weiß) zog allen Songs eigene musikalische Mäntelchen an, die von den besagten Musikern - Matt Sweeney, Pino Palladino, Benmont Tench und James Gadson - mit leichter Hand und der coolen Lässigkeit altgedienter Veteranen auf farbenfrohe und spielfreudige Weise mit Leben erfüllt werden. Natürlich gibt es hier nichts wirklich Neues zu hören - aber darum geht es ja auch nicht. Stattdessen beeindruckt die Perfektion, mit hier alle Details zu einem schlüssigen Gesamtbild zusammengefügt werden und so am Ende eine ganze Reihe makellose Songs dabei herauskommen - und zwar unabhängig des gewählten Genres. So gibt es dieses Mal also kaum noch klassische Country-Sounds zu hören, sondern eher Folkpop, aber auch Blues, Rock, klassischen Softrock, herzergreifende Pop-Songs und melancholische Torch-Song-Balladen mit Gospel-Touch. Vieles davon wird dann allerdings trotz einer nachdenklichen Grundtendenz dann doch oft mit Druck im Up- oder Midtempo Setting angerichtet. Und dabei gelingt Margo mit "What Happened To Our Love" noch eine Jahrhundert-Ballade, in der sie mit hinreißenden, lyrischen Metaphern, Aphorismen und Bildern über den Sinn der Liebe sinniert und somit eine Blaupause für einen zwar emotionalen, aber unsentimentalen Love-Song hinlegt. Zu meckern gibt es da rein gar nichts.



-Ullrich Maurer-


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