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Tonträger-Review
 
Anthony Moore - Out

Anthony Moore - Out
Drag City/Indigo
Format: LP

Da muss man schon mal ein wenig ausholen: Obwohl es dieses 1976 entstandene Album keineswegs vermuten ließe, ist Anthony Moore nämlich kein klassischer britischer Songwriter von der Stange, sondern war als Mitgründer der Kultbands Slap Happy und Henry Cow sowie als Co-Autor und Kollaborateur von Pink Floyd und Kevin Ayers zu seiner Zeit ein Vertreter der Art- und Prog-Szene der 70er Jahre. Seit 1996 arbeitet er übrigens als Professor der Kunsthochschule der Medien in Köln und war dort bis 2004 sogar deren Rektor.

Wie gesagt: Anhand dieses Albums "Out" lässt sich das nicht mal erahnen, denn Moore wollte sich damals von dem, was er zuvor mit den gerade aufgelösten Bandprojekten gemacht hatte, möglichst deutlich absetzen und kam auf die Idee, ein "Folk-Rock-Album mit seltsamen Taktbezeichnungen" zu machen (wie er weiland selbst sagte). Dazu schrieb er eine Reihe brillanter - aber für seine Verhältnisse bemerkenswert konventioneller - Songs und arbeitete er in den Abbey Road-Studios mit Produzent Peter Jenner an reichhaltigen, üppigen Arrangements. Eigentlich war er mit diesem dann auch noch leichtfüßig inszenierten Album auf dem besten Weg eine Karriere als solider Songwriter einzuschlagen - wenn nicht ein Personal-Wechsel bei seinem Label verhindert hätte, dass dieses Werk 1976 überhaupt erscheinen konnte. Erst in den 90er Jahren gab es schon mal eine CD-Auflage. 44 Jahre nach dem Ereignisfall erscheint "Out" nun so, wie der Meister es vorgesehen hat - und auch wenn vielleicht niemand drauf gewartet haben mag: Das Warten hätte sich gelohnt.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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