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The Pretty Reckless - Death By Rock And Roll

The Pretty Reckless - Death By Rock And Roll
Century Media Records/Sony Music
Format: LP

Dass die Pretty Reckless-Frontfrau Taylor Momsen ihre Laufbahn zunächst als Schauspielerin begann, bevor sie sich dann die Rockmusik als wahre Berufung aussuchte, ist schon seit langem in den Hintergrund getreten - schon alleine deswegen, weil sie selbst sagt, dass sie in der Musikwelt einfach die größere kreative Kontrolle über ihr Tun habe. Wenn sie sich nun in den Videos zu den ersten neuen Pretty Reckless-Songs seit vier Jahren wieder als Actrice betätigt, so zeigt das aber, dass sie das Hineinschlüpfen in Rollen zumindest erfolgreich in ihr derzeitiges Metier übertragen hat. Die beiden betreffenden Songs stecken dabei übrigens zufälligerweise auch den Rahmen ab, den die um Gastmusiker von Pearl Jam, Soundgarden und Rage Against The Machine ergänzte Combo aus L.A. auf dem neuen Album absteckt: Das autobiographische Statement "25" kommt im Stil einer Hochglanz-Power-Ballade mit James-Bond-Flair daher, der für The Pretty Reckless-Verhältnisse mit gehörigem Pop-Appeal vergleichsweise versöhnlich angelegt ist. Und "And So It Went" ist ein klassisches Rock-Monster, das von der Killer-Hookline, titanische Grunge-Power-Chords über psychedelische Gitarrensoli und melodische Folk-Breaks bis hin zum Kinderchor a la Pink Floyd so ziemlich alles auffährt, was die Band zu bieten hat.

Das sind aber nur die Extreme. Dazwischen gibt es dann noch hymnische Akustikballaden wie "Got So High" oder "Standing On The Wall" sowie monumentale Classic-Rock-Songs wie "Witches Burn" oder "Rock And Roll Heaven", die trotz aller Grandezza ohne jedweden Kitsch-Ansatz dargeboten werden. "Death By Rock And Roll" ist dabei das erste Pretty Reckless-Album ohne den 2018 verstorbenen Produzenten Kato Khandwala - was dem Ergebnis klangtechnisch aber überhaupt nicht schadet, denn dieses Album bietet - unter Beibehaltung der morbiden Grund-Stimmung - eine melodische Zugänglichkeit auf der einen Seite und eine genreübergreifende stilistische Bandbreite auf der anderen, die den an reine Rockfreunde gerichteten bisherigen Pretty Reckless-Alben bislang abging.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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