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Françoiz Breut - Flux Flou de la Foule

Platte der Woche

KW 14/2021


Françoiz Breut - Flux Flou de la Foule
Le Pop Musik/Groove Attack
Format: LP

"Der wabernde Fluss der Menge" heißt das neue Album der bretonischen Allzweck-Musikerin Françoiz Breut auf Deutsch. Außer dass bei der Guten natürlich alles irgendwie immer im Fluss ist, lässt das keinen konkreten Rückschluss auf die Bedeutung dieses Titels zu. Genauso ist das mit den Titeln der meisten neuen Chansons. Vielleicht geht es aber Françoiz genau darum: Immer für alles offen zu sein und nichts besonders konkret festmachen zu wollen. Nachdem sie schon mit so einigen interessanten, etablierten Künstlern zusammengearbeitet hatte - unter anderem mit ihrem damaligen Ehemann Dominique A, Herman Düne, Yann Tiersen, Adrian Utley von Portishead und auch mit Calexico -, gab sie dieses Mal dem Nachwuchs eine Chance und ließ sich auf eine Kollaboration mit den Elektronik-Spezialisten Marc Melià und Roméo Poirer (letzterer auch Drummer ihrer Tour-Band) zusammen, um ihre Kunst klanglich erneut auf ein neues Level zu hieven.

Dabei ging es aber gar nicht darum, Françoiz' Chansons ins E-Pop-Medium zu transferieren, sondern darum, in einem kollaborativen Prozess, bei dem neben elektronischen Hilfsmitteln vor allen Dingen auch Samples organischer Natur und von Poirer erzeugte Loops zum Einsatz kamen, sicherzustellen, dass auch die Klangquellen nachher nicht mehr eindeutig zugeordnet werden können. Ähnlich arbeitete Brian Wilson bereits zu "Pet Sounds"-Zeiten - freilich auf analoger Basis. Lyrisch inspirieren ließ sich Françoiz dieses Mal übrigens weniger von konkreten Ereignissen sondern auch von Gemälden von Rubens oder dem Präraffaeliten John Everett Millais, deren mystische Bildwelten sie dann wohl in ihr musikalisches Wunderland übersetzte. Während die Chansons - besonders auf der harmonischen und melodiösen Ebene - selbst gar nicht so anders strukturiert sind, wie jene, die sie für gewöhnlich inszeniert, bedingt die konsequent überarbeitete Klangsprache des Albums aber vielleicht eine höher angesetzte Toleranzschwelle der alten Fans.


-Ullrich Maurer-


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