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Tonträger-Review
 
Vincent Neil Emerson - Vincent Neil Emerson

Vincent Neil Emerson - Vincent Neil Emerson
La Honda/Membran
Format: LP

Wenn man nicht schwimmen kann, dann sollte man am besten lernen zu ertrinken. So oder ähnlich lebensbejahend geht es in vielen der Songs des texanischen Barden Vincent Neil Emerson zu. Tatsächlich ist das Gefühl des defätistischen Resignierens im Angesicht des eh Unabwendbaren das prägende Motiv des von Kollege Rodney Crowell produzierten, zweiten Albums Vincents. Und das gilt dann für so ziemlich alle Charaktere, die durch seine Alt-Country-, Bluegrass- , Folk- und Blues-Songs taumeln. In dieser Hinsicht hat Emerson seinen Idolen Guy Glark, Steve Earle und auch Townes Van Zandt sogar noch etwas voraus.

Einen besonderen Twist bekommt die Sache noch dadurch, dass Emerson in seinen Songs mehr oder minder direkt auf seine indigenen Roots als Sohn einer alleinerziehenden Choctaw-Apachin eingeht - und obendrein auch Dinge wie den Freitod seines Vaters thematisiert. Einer der ersten, der Emersons Talent als klassischer Purer-Country-Storyteller erkannte, war Kollege Colter Wall, der Emerson mit auf Tour nahm und schließlich dann auf dem Label La Honda Records, das Emerson mit gründete, seine eigene musikalische Heimat fand. Das neue Werk hingegen wurde von seinem neuesten Fan, Altmeister Rodney Crowell, dann ohne produktionstechnischen Firlefanz auf dem Boden der musikalischen Tatsachen gehalten. Langer Rede kurzer Sinn: Wer irgendetwas mit einem oder mehrerer der genannten Namen anfangen kann, der sollte sich unbedingt mit dieser brillanten - wenngleich auch etwas morbiden - musikalischen Visitenkarte beschäftigen.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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