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Tonträger-Review
 
Foy Vance - Signs Of Life

Foy Vance - Signs Of Life
Gingerbread Man/Warner Music
Format: LP

Früher spielte der Ire Foy Vance für Ed Sheerhan Support-Shows auf dessen Touren. Heutzutage ist Ed nicht nur sein Fan, sondern hat ihn auch gleich auf seinem eigenen Label Gingerbread Man Records untergebracht. Das hat für Vance natürlich den Vorteil, dass er damit in den Genuss des Major-Label-Supports kommt. Und das hört man seiner neuen - von dem jungen irischen Whizkid Gareth Dunlop produzierten - Scheibe "Signs Of Life" dann auch insofern an, als dass er hier machen kann, was er will und das dann auch noch koste es was es wolle in Szene gesetzt wird.

Vance hat mal mit Americana-Emulationen auf Indie Labels angefangen. Auf dem neuen Werk sind diese Roots nur noch insofern maßgeblich, als dass er strukturell anspruchsvolle Songs mit organischer Grundlage schreibt. Der reinen Lehre in Sachen Folk, Blues und Country hat Vance aber heutzutage endgültig abgeschworen - was zu stilistisch interessanten und spannenden Ergebnissen führt, denn keiner der Songs auf seinem neuen Album klingt gleich. Und inhaltlich nutzte Vance sein Pandemie-Album (denn darum handelt es sich) dafür, sich mit interessanten philosophischen Konzepten, poetischen Allegorien und beziehungsreichen Songtiteln wie "Sapling", "People Are Pills", "Republic Of Eden" oder "Roman Attack" seinen Dämonen zu stellen - denn im Lockdown hatte er schwer mit seinen Alkohol- und Drogen-Problemen zu kämpfen. Das tut er aber nicht auf eine klagende oder weinerliche Weise, sondern mit einer kämpferischen Note und fordert in dem Schlusstrack "Percolate" (= "köcheln") dann schlicht sich und den Zuhörer zum Durchhalten auf.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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