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The Connells - Steadman's Wake

The Connells - Steadman's Wake
Caroline/Universal
Format: LP

Bemerkenswerterweise hatten die Connells ihre 15 Minuten Ruhm in Form der europaweiten Hitsingle "74-75" ungefähr in der Mitte ihrer zweiten kreativen Phase Mitte der 90er - als der Mix aus klassischem Americana-Songwriting in Kombination mit musikalischem Kopfnicken in Richtung des BritPop, dem sich die Band aus Raleigh, Georgia ausgesucht hatte - gerade seine Blütezeit erlebte. Dass die Band um die Gebrüder Connell - mit diversen Unterbrechungen - bis 2001 veröffentlichungstechnisch munter weiter aktiv war und selbst danach immer mal wieder zu bestimmten Anlässen aus der Versenkung auftauchte, ging dann ein wenig unter, weil es den Connells nie wieder gelang, jene Aufmerksamkeit zu erringen, die sie mit "75-75" hatten.

"Steadman's Wake" ist nun - nach 20 Jahren jenseits der breiteren Öffentlichkeit - sicher nicht der Versuch, an alte Zeiten anzuschließen, sondern eher der, deutlich zu machen, dass die momentane Situation der Welt es lohnenswert erschienen ließ, wieder ein Mal ein musikalisches und inhaltliches Statement in die Welt zu setzen. Während sich die Connells ja bereits zu Beginn ihrer Karriere mit den üblichen Rock'n'Roll-Themen, Beziehungs-Problemen und Selbstfindungs-Geschichten beschäftigt hatten, ist "Steadman's Wake" eher ein politischer Kommentar zur Zeit, den David Connell, sein Bruder Mike und die Musiker - zu denen mit Mike Ayers und Rob Ladd auch zwei Neuzugänge gehören - in Form eines eher druckvollen Power-Pop-Albums abliefern. Die Themen - Umweltzerstörung, Pandemie, die neue Rechte, Rassismus usw. werden dabei anhand von Charakterstudien und eher allegorischen Songs abgearbeitet und musikalisch folgen die Connells ihrem ursprünglichen, organischen Old-School-Ansatz. Die Erkenntnis, die sich aus dem neuen Material auf diese Weise herausinterpretieren ließe, ist wohl die, dass die Neuzeit nichts Rechtes ist, für die Connells - was aber nichts macht, da es ja immer noch die Good Old Times gibt.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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