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Tonträger-Review
 
The Velveteers - Nightmare Daydream

Platte der Woche

KW 40/2021


The Velveteers - Nightmare Daydream
Easy Eye Sound/Concord/Universal
Format: LP

2014 waren Demi Demitro und Baby Pottersmith gerade mal 14 bzw. 15. Obwohl die Freundinnen schon da vorhatten, eine Band zu gründen, schwante es ihnen, dass das wohl doch ein wenig früh war und beschlossen, auf jeden Fall erst mal einen Stil zu finden, live zu spielen und sich handwerkliche Fähigkeiten auf ihren Instrumenten - Gitarre und Drums - anzueignen, bevor sie sich daran geben wollten, eine LP aufzunehmen. Schließlich fanden sie in dem Drummer Jonny Fig noch einen weiteren Gleichgesinnten für ihr Projekt The Velveteers. Davon, dass die Band mit Baby Pottersmith ja schon eine Drummerin hatte, ließ sich Fig nicht einschüchtern und spielt seither auf dem selben Drumkit mit Baby zusammen. Und wenn nicht, dann bedient er vermutlich das Basspedal oder die Keyboards, die zusätzlich zu Gitarre und Drums ansonsten noch auf dem Debüt-Album zu hören sind. Produziert wurde das Album dann in Nashville von genau dem richtigen - nämlich Dan Auerbach, der mit seinem Black Keys-Projekt die Art von Musik, die The Velveteers heute machen, ja prinzipiell erfunden hat (wenngleich die Velveteers die Hände vom Blues lassen und sich stattdessen auf Hardrock und Doom-Themen als Basis verständigt haben).

Bei den Tag-Albträume auf die sich das Trio aus Boulder, Colorado, bezieht, handelt es sich im Prinzip um vertonte Noir-B-Movie-Szenarien, die die Velveteers in schnarrend stolpernden, schmutzig-schöne Trash-Rocksongs verpacken, Auerbach tat dabei gerade genug, um das Material dem schnürsenkeligen zu entreißen, dabei aber die Street-Credibility des Trios nicht wegzuproduzieren. Das abschließende "Limboland" - die einzige Ballade und zudem vergleichsweise aufwendig arrangiert - stellt dabei schon eine Ausnahme dar. Der Rest ist Grassroots-Rock, wie er im Buche steht. Witzig ist dabei, wovon sich die Velveteers inspiriert sehen - Fleetwood Mac zum Beispiel, den Shangri-Las oder den Lumineers. Nicht, dass sich das heraushören ließe, es spricht aber dafür, dass die Velveteers ihre Songs nicht impulsiv und spontan, sondern mit Übersicht und Verstand zusammenkloppen.


-Ullrich Maurer-


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