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Tonträger-Review
 
Anna Leone - I've Felt All These Things

Anna Leone - I've Felt All These Things
AllPoints/Believe
Format: LP

Sehr viel brauchte die schwedische Songwriterin Anna Leone schon auf ihrer Debüt-EP "Wandered Away" nicht, um glücklich zu sein: Ein paar sachte, sich mit gewisser Konsequenz ins Unterbewusstsein bohrende Gitarrenakkorde als Basis und darüber ihre leicht brüchige Stimme sind eigentlich alles, was sie braucht, um ihr Seelenleben nach außen zu kehren (wie es in ihrer Bio nicht ganz unzutreffend heißt). Alles andere, was benötigt wird, um die Songs zu jenen musikalischen Landschaften zu erweitern, wie sie ihr Debüt-Album nun auszeichnen, kommt über die Produktion und die Arrangements zustande.

War es auf Annas EP noch Bryan Wilson (mit "y" wohlgemerkt), der für flächige, atmosphärische Soundscapes sorgte, so vertraute sie sich dieses Mal dem Indie-Spezialisten Paul Butler an. Der Mann von der Isle Of Wight hat sich einen Ruf als Spezialist für Projekte leicht links der Mitte erworben, seit er das Debüt seiner Band The Bees noch in der heimischen Gartenlaube zusammenschusterte. Nachdem er im Folgenden u.a. Devendra Banhart, Michael Kiwanuka, Andrew Bird oder Caroline Rose produktionstechnisch unter die Arme gegriffen hatte, lud er Anna Leone nun in seine Wahlheimat Los Angeles ein, um dort mit ihr und einem Tontechniker in einem kleinen Studio an den Songskizzen herumzufeilen und diese mit atmosphärischen Arrangements auszukleiden. Als Referenzen waren dabei Brian Eno und Kate Bush im Gespräch - und das hört man dann den Songs in Bezug auf die fast schon cimematische Weite an, in die sie nunmehr eingebettet sind. Das weitestgehend akustisch angelegte und lediglich durch einige rhythmische Percussion-Elemente akzentuierte Setting half Anna dabei, ihren melancholischen Emotionen Raum zur Entfaltung zu geben. Da sie zudem bestrebt war, sich mit ihrer Musik ihren Ängsten und Dämonen zu stellen, gerät die Scheibe auch niemals ins Fahrwasser der Depression, sondern gefällt mit einer unterschwellig kämpferischen und/oder trotzigen atmosphärischen Note.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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