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Nathaniel Rateliff & The Night Sweats - The Future

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats - The Future
Stax/Virgin
Format: LP

Anfang 2020 - sozusagen am Vorabend der Pandemie - brachte Nathaniel Rateliff sein Solo-Album "And It's Still Alright" heraus; eine liebevolle, wehmütige Hommage an seinen verstorbenen Freund und Produzenten Richard Swift, für die das klassische Night Sweats-Setting eher ungeeignet gewesen wäre (obwohl Swift ja auch die Night Sweats produziert hatte). Freilich: Bereits da hatte Nathaniel mit den Planungen für das nächste Night Sweats-Album begonnen - und da die Pandemie dann eine Tour mit dem "Alright"-Album unmöglich machte, zog sich Nathaniel gleich in sein Studio in Colorado zurück, um dort die neuen Night Sweats-Songs zu formen. Ein Grund, das Solo-Album dazwischen zu schieben, war der, dass Nathaniel vom Erfolg der Night Sweats (mit denen er zuletzt für die Stones und Dylan riesige Stadien bespielt hatte) ein wenig geängstigt war, denn er wollte das Projekt nicht zu einer Blues Brothers-mäßigen Parodie ausarten lassen. Vielleicht liegt es also daran, dass das dritte Night Sweats-Album dann auch das bislang atypischste wurde. Denn anstatt wieder sämtliche Stax-Soul-Klischees nach brauchbaren Bestandteilen zu durchsuchen, legten Nathaniel und Produzent Brad Cook (der zuletzt Hiss Golden Messenger betreute) Wert darauf, alle möglichen Nuancen links des klassischen Memphis-Soul-Settings aus den Night Sweats herauszukitzeln. Besonders schwer scheint das nicht gewesen zu sein, denn erstens sind die Musiker der Band ja im Grunde genommen gar keine klassischen Soulies und zweitens ließen ihnen Nathaniel und Brad wohl freie Hand, eigene Ideen einzubringen - und diese durften dann auch mal gerne rockig, psychedelisch, funky oder poppig im klassischen Sinne ausfallen. Erlesene Gast-Sängerinnen wie Jenny Lewis, Amelia Meath (Sylvan Esso) und Jess Wolfe (Lucius) sorgen dazu für Gospel-Girl-Power. Und dass das Ganze nicht zu einer einzigen, fröhlichen Tanzparty ausartete, liegt des Weiteren auch darin begründet, dass Nathaniel zumindest mal stoische, wenn nicht zuweilen sogar düstere Lyrics über den Zustand (und die Zukunft) unserer Welt schrieb.


-Ullrich Maurer-



 
 
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