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Katie Melua - Acoustic Album No. 8

Katie Melua - Acoustic Album No. 8
BMG Rights Management/Warner Music
Format: CD

Da die aus Georgien stammende britische Songwriterin Katie Melua ihr achtes Album mitten in der Pandemie veröffentlichte, wurde natürlich auch sie von dem Umstand getroffen, dass sie mit diesem Material nicht auf Tour gehen konnte. Das war für Katie insofern bedauerlich, als dass dieses Album nach einer für sie schwierigen Zeit künstlerischer und kreativer Selbstzweifel entstanden war, und eine Art Neuanfang sein sollte - zumal sie auf diesem Album erstmals ziemlich alle Zügel in der Hand behalten hatte. Da die Pandemie ja bekanntlich keine Anstalten macht innezuhalten, begann Katie im Folgenden, die Songs dieses Albums zusammen mit ihrem Bruder Zurab in akustischen Versionen im Web zu veröffentlichen. Aus diesen - von den Fans wohl aufgenommenen - Sessions entwickelte sich dann die Idee, das komplette Album in einer Akustik-Version neu aufzulegen.

Das war dann eine nicht ganz einfache Aufgabe, denn Katie Melua ist ja nicht das, was man eine klassische Folksängerin nennt. Ergo war es sicherlich eine gute Idee, das Ganze nicht als Solo-Album anzugehen, sondern Bruder Zurab, Pianist Mark Edwards und Geiger Simon Goff als Mitstreiter einzubinden - nicht um die zum Teil üppigen Arrangements des Studio-Albums zu emulieren, sondern um die Nuancen und Details, die Katies zunehmend jazzigeren Kompositionen prägen, herausarbeiten und so zum Kern der Songs vordringen zu können. Das Ergebnis überzeugt in ganzer Linie insofern, als das der auf Katies Studio-Alben dominierende, durch die gefälligen Orchesterarrangements erzeugte Easy-Listening und Mainstream-Charakter umgangen werden konnte und einer ursprünglicheren, emotionaleren Herangehensweise Raum gegeben wurde. Natürlich ist die Diskrepanz zwischen den Studio- und Akustik-Versionen bei ursprünglich plüschig und üppig arrangierten Songs wie "Voices In The Night" am deutlichsten - eigentlich aber funktioniert das Ganze auch als selbständiges Projekt; einfach, weil es eine ganz andere, intimere Seite der Performerin Katie Melua zeigt.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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