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Tonträger-Review
 
Rolling Blackouts Coastal Fever - Endless Rooms

Rolling Blackouts Coastal Fever - Endless Rooms
Sub Pop/Cargo
Format: LP

Der eigentliche Reiz einer Band wie Rolling Blackout Coastal Fever - die in dem gemeinsamen Tun auf der Bühne ihre eigentliche Berufung und Erfüllung sehen - ist es ja bekanntlich, in den Studioproduktionen dann die Energie der Live-Shows zwar adäquat einzufangen, dies aber nicht zum alleinigen Dreh- und Angelpunkt zu machen. Bereits auf ihrem zweiten Album begannen die Australier deshalb, ihr Material mit Keyboards und Effekten zu augmentieren, um diesem bloßen Live-Reproduktions-Faktor entgegen zu wirken. Das ist auf dem nun vorliegenden dritten Album noch deutlicher zu beobachten. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Jungs pandemiebedingt getrennt voneinander arbeiten mussten, denn das Ziel der Band mit den drei Lead-Sängern - gemeinsam in einem (endlosen?) Raum die Songs gemeinsam zu erarbeiten - konnte in Lockerungsphasen trotz der zahlreichen australischen Lockdowns realisiert werden. Auch war es kein Produzent, der dem Album einen wie auch immer gearteten produktionstechnischen Stempel aufdrückte, sondern die Band selbst, die mit Hilfe des Tontechnikers Matt Duffy das Album eben selbst produzierte.

Insgesamt ist das Ergebnis dann durchwachsen. Zwar dringt bei vielen Tracks die nervöse Energie der Live-Shows schon durch - allerdings sind die Songs klangtechnisch dann doch zumindest so gefällig angerichtet, dass die Power dabei irgendwo auf der Strecke blieb. Hinzu kommt, dass sich deutliche Schwächen im Songwriting bemerkbar machen, was sich unter anderem darin äußert, dass die Jungs eher hilflos mit mehreren, ins Nichts führenden Instrumental-Partien hantieren und etwa knackige Hooklines in Tracks wie "My Echo" oder "Blue Eye Lake" erstens in der Unterzahl sind und zweitens durch New Wave-Effekte soundtechnisch eher ausgebremst werden. Schon alleine aus diesen Gründen ist auch "Endless Rooms" als die ultimative Rockscheibe, die es mit einem anderen Ansatz hätte werden können, nicht besonders brauchbar. Da hilft auch der brillante letzte Song "Bounce Off The Bottom" (der bei genauerem Hinhören allerdings aus mehreren unabhängigen Teilen zu bestehen scheint) nur bedingt weiter.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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