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Gabi Garbutt & The Illuminations - Cockerel

Gabi Garbutt & The Illuminations - Cockerel
Trapped Animal/Cargo
Format: LP

Fangen wir mal von hinten an: 2019 veröffentlichten Gabi Garbutt & The Illuminations aus London ihr Debüt-Album mit dem eigenartigen Namen "The Discredited Language Of Angels" und etablierten sich aus dem Stand heraus als heißer Live-Act, der Kollegen wie The Libertines, Big Country, Boomtown Rats und Edwyn Collins als Support-Act begleitete - bis dann die Pandemie den Plan, im Folgenden auch Europa und die Welt bühnentechnisch zu erobern, zunichte machte. So weit so gut: Wer aber ist Gabi Garbutt und was treibt sie musikalisch an? Nun, die Antwort auf diese Fragen eröffnet sich über ihre Herkunft - denn in der Pub-Szene des Londoner Ortsteils Camden und begann Gabi ihre künstlerische Karriere als Musikerin und Poetin und wurde dort von Edwyn Collins entdeckt, der sie einlud, ihre Debüt-Album unter der Regie von Produzent Sean Read einzuspielen, der u.a. Collins selbst wie auch The Pretenders schon diesbezüglich betreut hat. Packt man all diese Infos zusammen, so ergibt sich ein Bild, das Gabis Kunst in einen interessanten Kontext stellt, denn wie auch auf dem Debüt-Album verquickt sie ihre Inspirationen aus Kunst, Literatur und Poesie und ihre musikalischen Vorlieben für oldschool-mäßige Gitarrenpop-Sounds zu einer faszinierenden Melange.

Da ist auf der einen Seite ihr lyrisch anspruchsvolles Storytelling, in dem ihre Referenzen wie z.B. Jean Genet, Vincent Van Gogh oder Robert Quine in traumähnlichen Szenarien mit phantasievoll ausformulierten philosophischen Erkenntnissen, Reise-Impressionen und sozialkritischen Kommentaren herumschwirren, als gäbe es kein Morgen mehr. Und musikalisch bietet das Ganze eine Schnittmenge aus heutzutage eigentlich nicht mehr so gebräuchlichen Genres wie Pub-Rock, klassischem britischem Kitchen-Sink-Beat, ein wenig Glam-Rock und New Jersey-Soul-Rock (der hauptsächlich über eine vollsatte Bläser-Sektion abgewickelt wird). Über ihre Herkunft lässt Gabi indes trotz einiger musikalischer US-Referenzen keinen Zweifel und trägt die Songs in glasklarer Diktion - aber mit breitestem Londoner Akzent vor.


-Ullrich Maurer-



 
 
 

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